Palau
| Belu'uera Belau (palau.) Republic of Palau (engl.) |
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| Wahlspruch: Rainbow’s End (eng., „Ende des Regenbogens“) | |||||
| Amtssprache | Palauisch und Englisch Japanisch und Angaur auf Angaur, Sonsorolesisch auf den Sonsorol-Inseln und Tobianisch auf Tobi |
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| Hauptstadt | Melekeok auf der Insel Babelthuap | ||||
| Staatsform | Republik | ||||
| Staatsoberhaupt und Regierungschef | Präsident Tommy Remengesau | ||||
| Fläche | 459[1] km² | ||||
| Einwohnerzahl | 20.750 (Stand: 2009)[2] | ||||
| Bevölkerungsdichte | 42,26 Einwohner pro km² | ||||
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2010)[1] | 222 Mio. US$[1] | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 10.821 US-$ (2010)[1] | ||||
| Währung | US-Dollar | ||||
| Unabhängigkeit | 1. Oktober 1994 (von den USA bzw. dem UN-Treuhandrat) | ||||
| Nationalhymne | Belau loba klisiich er a kelulul | ||||
| Zeitzone | (UTC +9) | ||||
| Kfz-Kennzeichen | PAL | ||||
| Internet-TLD | .pw | ||||
| Telefonvorwahl | +680 | ||||
Palau (pal.: Belau) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean.
Geographie
Der Staat, der der pazifischen Inselregion Mikronesien zuzuordnen ist, umfasst die Palauinseln, die aus der westlichen Inselgruppe der Karolinen gebildet werden und nördlich von Papua-Neuguinea liegen, sowie einige weit abgelegene Inseln im Südwesten (Südwest-Inseln genannt). Die sechs Inselgruppen der Palauinseln bestehen aus 356 Inseln, deren bei weitem größte mit 396 km² Babelthuap ist. Nur elf der Inseln sind bewohnt.
Ursprünglich waren die heutigen Inseln ein Korallenriff, das durch Kontinentalbewegungen aus dem Wasser gehoben wurde. Die meisten Inseln sind Atolle aus Korallenkalk, die nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen, und von einem Barriere Riff umschlossen werden.
Das Klima ist tropisch. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 27 °C, die Niederschlagsmenge pro Jahr liegt bei 1.500 bis 2.500 mm.
Die frühere Hauptstadt Koror liegt auf der gleichnamigen Insel Koror, die nur 11 km² umfasst. Im Osten der Hauptinsel Babelthuap wurde 2006 die neue Hauptstadt Melekeok errichtet.
Siehe auch: Liste der Orte in Palau
Ökologie
Vor allem durch Gezeiten wurde die Basis vieler Inseln ausgehöhlt, wodurch die heutige typische Pilzform entstand. Viele Inseln stehen unter Naturschutz, der eine Bebauung und auf manchen Inseln schon das Betreten untersagt.[3]
Die Unterwasserwelt der Region zählt über 1500 Fisch- und 700 Korallen- und Anemonennarten. In Palau gibt es seltene und gefährdete Arten wie Dugongs, Riesenmuscheln oder Salzwasserkrokodile und Raritäten, wie z. B. der „Jellyfishlake“, in dem sich Mastigias-Quallen isoliert zu einer ungiftigen Unterart entwickelt haben.[4]
In Palau gibt es 142 Vogelarten, wovon 16 endemisch sind, wie z. B. die Palau-Eule, die Palau-Boden-Taube oder der Palaufächerschwanz und zwei endemische Fledermausarten (Fruchtfledermaus). Von den ca. 1260 Pflanzenarten sind 109 endemisch, wie z. B. wilde Orchideen oder die Zikadenpalme.[5][6][7]
Im September 2003 unterzeichnete der damalige Präsident Tommy E. Remengesau Jr. ein Gesetz zum Schutz der Haie in den Gewässern um Palau und schuf damit das erste Haischutzgebiet der Welt.[8][9]
Aufgrund der prekären Lage Palaus mit nur wenigen Metern über dem Meeresspiegel forderte dessen Präsident Johnson Toribiong am 22. September 2011 in der UN-Vollversammlung dazu auf, dass diese ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag zu der Frage der Verantwortlichkeit der Staaten für die Folgen des andauernden Klimawandels einholen möge. Ein Jahr später wird darüber diskutiert, ob die Vollversammlung das tun solle, und es spricht vieles dafür, dass die Initiative Palaus Erfolg haben könnte.[10]
Geschichte
Die ersten Bewohner von Palau kamen vermutlich aus Indonesien, Australien oder Polynesien und besiedelten die Inseln schon um 1000 v. Chr. Der spanische Entdecker Ruy López de Villalobos sichtete die Inseln erstmals 1543 und nahm sie für Spanien in Besitz. 1574 wurde Palau in das Generalgouvernement Spanisch-Ostindien eingegliedert, das später zum Vizekönigreich Neuspanien wurde. Im späten 19. Jahrhundert kolonialisierten die Spanier die Inseln und verkauften sie nach ihrer Niederlage im Spanisch-Amerikanischen Krieg zusammen mit dem größten Teil der restlichen Karolinen entsprechend dem Deutsch-Spanischen Vertrag 1899 als Teil Deutsch-Neuguineas an das Deutsche Reich. Am 15. August 1914 erklärte Japan dem Deutschen Reich den Krieg, besetzte die Inseln und erhielt sie später als Mandatsgebiet des Völkerbundes.
Nach den teilweise schweren Kämpfen zwischen den USA und Japan während des Zweiten Weltkrieges (→ Schlacht um die Palau-Inseln) kamen die Inseln 1947 als ein Distrikt des UN-Treuhandgebiets Pazifik-Inseln unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten. Im Jahr 1978 stimmten die Bürger von Palau gegen die Beteiligung an den 1979 gebildeten Föderierten Staaten von Mikronesien und für die Unabhängigkeit. Der Häuptling der südpazifischen Inselrepublik Ibedul Gibbons kämpfte jahrelang um das Recht seines Volkes, den USA als Protektoratsmacht die Stationierung von Atomwaffen verfassungsrechtlich zu untersagen. 1983 erhielt das Volk von Palau für die Durchsetzung seiner demokratischen und souveränen Rechte auf eine nuklearwaffenfreie Zone den Right Livelihood Award.
Nach einer langen Übergangsperiode und dem Tod zweier Präsidenten (Haruo Remeliik wurde 1985 ermordet; Lazarus Salii beging 1988 Selbstmord) wurde Palau am 1. Oktober 1994 offiziell unabhängig. Zuvor hatte die Regierung auf Druck der USA einen Assoziierungsvertrag mit den USA unterzeichnet. Der Passus über Palau als atomwaffenfreie Zone wurde aus der Verfassung gestrichen. Die USA blieben weiter für die Verteidigung und Außenpolitik der Republik zuständig. Als Gegenleistung verpflichteten sich die USA, in den nächsten 15 Jahren etwa 480 Millionen US-Dollar in die Wirtschaft der Inseln zu investieren. Im Dezember 1994 wurde Palau in die Vereinten Nationen aufgenommen.[11]
Bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 2. November 2004 wurde Amtsinhaber Tommy Remengesau mit 64 Prozent (entspricht 6494 Stimmen) der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Vizepräsident wurde Camsek Chin.
Am 1. Januar 2009 trat Johnson Toribiong die Nachfolge als Präsident der Republik an.
Toribiong gab am 10. Juni 2009 bekannt, dass Palau bereit sei, 17 Uiguren aus dem Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base aufzunehmen, deren Auslieferung China beantragt hatte. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer „humanitären Geste“. Palau erkennt die Volksrepublik China offiziell nicht an.
Bevölkerung
Völker
Die Palauer, die größte Volksgruppe und gleichzeitig Titularnation, haben einen Anteil von 69,9 % Prozent. Dies sind Mikronesier mit malaiischen und melanesischen Vermischungen.
Weiterhin besteht die Bevölkerung zu 28 Prozent aus Asiaten. Davon sind die größten Bevölkerungsgruppen die Filipinos mit 15,3 Prozent und die Chinesen mit 4,9 Prozent Gesamtbevölkerungsanteil; restliche Asiaten (vor allem Vietnamesen) machen 2,4 Prozent aus. 1,9 Prozent der Bevölkerung sind Weiße, also europäischer Herkunft. 1,4 Prozent sind Karolinier und 1,1 Prozent andere Mikronesier.[12]
Sprachen
Palauisch und Englisch sind die Amtssprachen auf Palau. Es werden auch Japanisch, Tobianisch und Sonsorolesisch als Amtssprachen verwendet.
Palauisch, welches auf den meisten Inseln einen offiziellen Status hat, wird nur noch von 64,7 % der Bevölkerung gesprochen. Dagegen wird Filipino von 15,3 % der Bevölkerung gesprochen. Vor allem Englisch hat an Boden gewonnen, welches nun von 9,4 % der Bevölkerung gesprochen wird. Chinesische Sprachen sind die Sprachen von 5,7 % der Einwohner. Karolinisch und Japanisch werden nur noch von jeweils 1,5 % der Einwohner gesprochen. Weitere asiatische Sprachen werden von 2,3 % und andere Sprachen von 1,5 % der Gesamtbevölkerung verwendet.[12]
Religion
Nach dem Zensus 2005 bekennt sich die Bevölkerung vor allem zum Christentum. Darunter machen Katholiken mit 49,4 Prozent und Protestanten mit 21,26 Prozent den größten Anteil aus. Einen kleineren Teil bilden Siebenten-Tags-Adventisten (5,3 %) und Zeugen Jehovas (1,1 %). Außerdem gibt es einen geringen Anteil Mormonen (0,7 %). Eine weitere Religion ist durch die Modekngei (8,7 %), eine autochthone Religion Palaus, vertreten.[13]
Kultur
Gesellschaft
Es besteht eine starke Identifikation mit der althergebrachten Kultur, auffällig ist eine enge Verbindung des Menschens mit dem Meer. Bis ins späte 19. Jahrhundert gab es keine geschriebene Sprache, so dass Geschichten, Legenden und Wissen mündlich weitergegeben wurden. Heute wird dieser Brauch noch praktiziert, indem am Ende eines Tages am Feuer Geschichte und Geschichten erzählt werden. Die Frauen besitzen in der matrilinear geprägten, traditionellen Gesellschaft eine starke Stellung.[14] Bis ins 20. Jahrhundert waren Tatauierungen in Palau zentraler Bestandteil von Kultur und Gesellschaft, sowie Indikator für Stand und Reichtum des Trägers.[15]
Bildung
In Koror gibt es eine weiterführende Schule, an der ein College-Abschluss nach US-amerikanischem Muster erworben werden kann. Eine darüber hinausgehende Ausbildung bedingt das Verlassen des Landes, zumeist in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo Einwohner Palaus uneingeschränkte Niederlassungfreiheit genießen.[14]
Politik
Die Republik Palau ist eine nach amerikanischem Vorbild aufgebaute präsidiale Republik und ist in sechzehn Verwaltungseinheiten („Staaten“) aufgeteilt.
Die Legislative der Republik Palau bildet das Parlament, das Olbiil Era Kelulau (OEK) genannt wird, was "Haus der besprochenen Entscheidungen" bedeutet. Es ist ein Zweikammerparlament und wird vom Volk jeweils für vier Jahre direkt gewählt. Das Repräsentantenhaus besteht aus sechzehn Delegierten, je einem für jede Verwaltungseinheit Palaus, der Senat hingegen setzt sich aus neun Senatoren zusammen, die in Abhängigkeit von der Bevölkerung der einzelnen Mitgliedstaaten gewählt werden.
Die Exekutive der Republik Palau besteht aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten und dem 16-köpfigen Häuptlingsrat. Diese haben zur Unterstützung in ihren Aufgaben die Verwaltungsminister. Der Häuptlingsrat wird aus den Häuptlingen der sechzehn Verwaltungseinheiten gebildet. Dieses Gremium berät den Präsidenten über das Brauchtum im Zusammenhang mit der Verfassung und den Gesetzen.
Die Judikative besteht derzeit aus einem erstinstanzlichen Gericht, einem Berufungsgericht (National Court) und einem Obersten Gerichtshof (Supreme Court), der auch als Revisionsinstanz und Verfassungsgericht fungiert.
Seit dem 7. Oktober 2006 ist die Hauptstadt Melekeok. Davor war Koror, die größte Stadt des Landes, seit der Unabhängigkeit 1994 Hauptstadt. Die Umlegung geschah im Hinblick auf eine bessere Verteilung der politischen Macht in den einzelnen Staaten.
Verwaltungsgliederung
Palau ist in 16 administrative „Staaten“ (d.h. Verwaltungseinheiten) unterteilt:
| Staat | Hauptstadt | Fläche | Einwohner2 |
|---|---|---|---|
| Nördlich von Babelthuap | |||
| Kayangel | Kayangel | 3 km² | 188 |
| Babelthuap | |||
| Aimeliik | Mongami | 52 km² | 272 |
| Airai | Airai (0rdomel) | 44 km² | 2 723 |
| Melekeok | Melekeok | 28 km² | 391 |
| Ngaraard | Ulimang | 36 km² | 581 |
| Ngarchelong | Mengellang | 10 km² | 488 |
| Ngardmau | Urdmang | 47 km² | 166 |
| Ngaremlengui | Imeong | 65 km² | 317 |
| Ngatpang | Ngatpang (Nekkeng) | 47 km² | 464 |
| Ngchesar | Ngchesar | 41 km² | 254 |
| Ngiwal | Ngercheluuk | 26 km² | 223 |
| Südwestlich von Babelthuap | |||
| Angaur | Ngaramasch | 8 km² | 320 |
| Koror | Koror | 18 km² | 10 000 |
| Peleliu | Kloulklubed | 13 km² | 702 |
| Chelbacheb-Inseln1 | - | 47 km² | - |
| Südwest-Inseln | |||
| Hatohobei | Hatohobei (Tobi) | 3 km² | 44 |
| Sonsorol | Dongosaru | 3 km² | 100 |
| Palau | Melekeok | 491 km² | 19 907 |
| 1 Die Chelbacheb-Inseln (auch Rock Islands genannt) bilden keinen eigenen Staat und gehören auch zu keinem anderen Staat. | |||
| 2 (Zensus 2005) | |||
Wirtschaft
Allgemein
Der wirtschaftlich dominierende Einfluss stammt von Auslandsüberweisungen von Palauern, die in den Vereinigten Staaten arbeiten. In die USA einzuwandern und dort zu arbeiten, ist für Staatsbürger von Palau sehr einfach. Unternehmen, wie etwa Tourismusbetriebe, werden oft von japanischen und amerikanischen Investoren gelenkt. Palau besitzt einen hohen Bevölkerungsanteil von Filipinos, die vor allem im Tourismus arbeiten. Praktisch alle Kraftfahrzeuge werden aus Japan als Gebrauchtwagen importiert. Die Wirtschaft ist in Koror konzentriert – der Standort der neuen Hauptstadt Melekeok spielt noch (Stand 2008) praktisch keine Rolle.
Der einzige Hafen des Landes befindet sich auf Malakil, der internationale Flughafen auf Babelthuap. Die Landwirtschaft ist die häufigste Wirtschaftsform auf Palau und dient hauptsächlich der Selbstversorgung; wichtigste Anbauprodukte sind Maniok, Kokosnüsse, Bananen und Süßkartoffeln. Naturressourcen sind Kopra und Fische.
Das Bruttoinlandsprodukt beträgt über 178.4 Mio. US-Dollar, pro Kopf sind es 8.941 US-Dollar. Mit Auslandshilfe über 200 Mio. US-Dollar, pro Kopf sind es 10.000 US-Dollar. Dabei ist das Gewerbe mit 21 %, die öffentliche Verwaltung mit 20 %, der Bau mit 15 %, Hotels und Restaurants mit 10 % und der Finanzsektor sowie Transport und Kommunikation mit 8 % beteiligt.(Stand 2009[16])
Die Inflationsrate von Palau beträgt nach Angaben der Weltbank im Jahr 2010 2 %.[17] Die Haushaltseinnahmen betrugen 2008 114,8 Mio. US-Dollar und die Haushaltsausgaben 99,5 Mio. US-Dollar.[18]
Im Jahr 2005 waren auf Palau insgesamt 11.671 Menschen erwerbstätig und 426 Menschen waren ohne Arbeit.[19].
Außenhandel
Das Exportvolumen beträgt ca. 5,9 Mio. US-Dollar (Stand 2004). Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan, Singapur, Taiwan und Korea. Die wichtigsten Exportgüter sind Thunfisch, Kopra, Schalentiere, Kleidung, Handwerkskunst und Kokosnüsse. Das Importvolumen beträgt ca. 129,5 Mio. US-Dollar (Stand 2008). Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Guam, Japan, Singapur, Taiwan und Korea. Die wichtigsten Importgüter sind Maschinen, Öl, Tabak, Tiere, Metall sowie Lebensmittel und Spirituosen.[16]
Staatshaushalt
Der Staatshaushalt umfasste 2008 Ausgaben von 99,5 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von 114,8 Mio. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsüberschuss in Höhe von 9,3 % des BIP.[20]
Die Staatsverschuldung betrug 2004 ca. 18 Mio. (2006: 38 Mio.[16]) US-Dollar oder ca. 13 % des BIP.[21]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
Verkehr und Tourismus
Flugverkehr
Die besten Verbindungen am internationalen Flughafen gibt es von Australien und Neuseeland aus. Von Europa fliegt United Airlines mit Zwischenstopps in den USA und Guam nach Palau, ebenso via Manila und Guam zweimal wöchentlich. Schnellere Verbindungen gibt es mit Japan Airlines (JAL) und All Nippon Airways (ANA) via Tokio, mit China Airlines oder Eva Air via Taipeh und mit Philippine Airlines nach Manila und weiter mit Continental Airlines über Guam nach Palau. Auch Hong Kong dient als Drehkreuz in Asien. Asiana Airlines fliegt Palau über Seoul Incheon mehrmals wöchentlich an.
Die Republik Palau besitzt keine eigene Fluggesellschaft. Flugverbindungen zwischen den größeren Inseln Palaus führen private Charterorganisationen mit kleinen Maschinen durch.
Schiffsverkehr
Der Schiffsverkehr und Fährverbindungen sind unerlässlich. Auf den Inseln sind in kleinen Teilen das Auto, das Mofa und der Ochsenkarren die Hauptverkehrsmittel.
Tourismus
Der Tourismus auf Palau wird noch nicht sehr kommerziell betrieben. Die meisten der ca. 100.000 (Stand 2011[16]) Touristen pro Jahr kommen aus den USA, Japan, Südkorea, Taiwan und den Philippinen. Es gibt lediglich kleinere Bungalow- und Apartmentanlagen sowie kleinere Hotels in Koror und auf anderen Inseln. Der Tauchsport und Schnorcheln wird häufig von Touristen als Sportmöglichkeit in Palau genutzt. Das Tauchmagazin Forbes Traveller wählte die Blue Corner in Palau zum „besten Tauchgebiet der Welt“.[23] Wegen der Strömungen vor allem am Außenriff verlangt das Tauchen in Palau aber fortgeschrittene Tauch-Fähigkeiten.
Gesetzliche Feiertage
| 1. Januar | Neujahr |
| 15. März | Tag der Jugend |
| 5. Mai | Tag der älteren Mitbürger |
| 1. Juni | Tag des Präsidenten |
| 9. Juni | Tag der Verfassung |
| erster Montag im September | Tag der Arbeit |
| 1. Oktober | Tag der Unabhängigkeit |
| 24. Oktober | Tag der Vereinten Nationen |
| letzter Donnerstag im November | Erntedank |
| 25. Dezember | Weihnachten |
Siehe auch
Portal: Palau – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Palau
Literatur
- G. Deichman, K. Davidson, E. Daniels: Micronesia Palau, Dive Sites, History & Culture. Dream Time, Manila, Philippines 2007, ISBN 978-971-0490-00-4.
- Claudia Lauterbach: Von Frauen, Machtbalance und Modernisierung. Das etwas andere Geschlechterverhältnis auf der Pazifikinsel Palau. In: Reihe Geschlecht und Gesellschaft. Band 27, Leske & Budrich, Opladen 2001.
- Arnold H. Leibowitz: Embattled Island. Palau’s Struggle for Independence. Praeger, Westport/London 1996.
- Hisashi Endo (Hrsg.): Collective Works of Hijikata Hisakatsu: Society and Life in Palau. Band 1, The Sasakawa Peace Foundation, Tokio 1993.
- Hisashi Endo (Hrsg.): Collective Works of Hijikata Hisakatsu: Gods and Religion of Palau. Band 2, The Sasakawa Peace Foundation, Tokio 1995.
- Sue Rabbitt Roff: Overreaching in Paradise. United States Policy in Palau since 1945. The Denali Press, Juneau 1991.
- Augustin Krämer: Palau. 5 Teilbände. Ergebnisse der Südsee-Expedition 1908–1910, Hrsg. G. Thilenius, II. Ethnographie: B Mikronesien, Hamburg 1917–1929: Friederichsen, De Gruyter. Als Reprint erhältlich bei Fines Mundi, Saarbrücken
- Karl Semper: Auf den Palau-Inseln. Ein Südsee-Idyll. In: Wege zum Wissen. Band 29, Ullstein, Berlin.
- George Keate: Nachrichten von den Pelew-Inseln in der Westgegend des Stillen Oceans. Aus den Tagebüchern und mündlichen Nachrichten des Capitains Heinrich Wilson und einiger Officiere, welche mit ihm im August 1783 in der "Antelope", einem Postschiff der englischen ostindischen Compagnie... Übers. aus dem Englischen v. Georg Forster. Süddeutsche Zeitung, Anna-Amalia-Bibliothek, München 2007, ISBN 978-3-86615-413-1 (zuerst: Benjamin Gottlob Hoffmann, Hamburg 1788. Reihe: Neuere Geschichte der See- und Landreisen, 1; wieder: VEB Brockhaus Leipzig, 1977; wieder 1981; wieder: neu hg., bearb. & mit Nachwort von Jean Villain. BS-Verlag, Rostock 2003, ISBN 3-89954-024-7)
- Auszüge: Der Schiffbruch der "Antelope". Nachrichten von den Pelew-Inseln in der Westgegend des stillen Ozeans. Ausgewählte Abschnitte nach dem Original von 1789. Mit einer Einl. hg. von R. H. Francé. Reihe: Natur-Bibliothek Nr. 40/41. Thomas Verlag, Leipzig o.J.[24]
Weblinks
- Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Palau
- Website der Regierung Palaus
- Offizielles Fremdenverkehrsbüro Palau in Deutschland
- Foreign Ships in Micronesia: Palau, Entdeckung von und Landungen auf Palau von 1522 bis 1885, englisch
Einzelnachweise
- ↑ abcd World Statistics Pocketbook 2011, Department of Economic and Social Affairs, Statistics Division, United Nations, New York, 2012, ISBN 978-92-1-161558-6, S. 151.
- ↑ Office of Planning & Statistics: Social statistics (englisch), abgerufen am 1. März 2007.
- ↑ Palau Conservation Society
- ↑ Palau Marine Resources Profile (PDF-Datei; 3,6 MB)
- ↑ Avibase - The world bird database
- ↑ The Republic of Palau Statewide Assessment of Forest Resources and Resource Strategy A comprehensive analysis of forest-related conditions, trends, threats and opportunities, June 2010 (PDF-Datei; 2,4 MB)
- ↑ J. A. Donnegan, S. L. Butler, O. Kuegler, B. J. Stroud, B. A. Hiserote, K. Rengulbai, Palau’s Forest Resources, 2003 (PDF-Datei; 1,3 MB)
- ↑ Palau Shark Sanctuary
- ↑ Micronesian Shark Foundation Palau
- ↑ Andreas Zimmermann, Jelena Bäumler: Wer ist schuld? In: FAZ, 28. Juni 2012, Nr. 148, S. 8.
- ↑ Dietrich Köster: 1565–1994 Mikronesien – Vergessene Inselwelt im Pazifik (Dutch Portugese Colonial History).
- ↑ ab CIA World Fact Book Palau. Abgerufen am 10. Oktober 2011.
- ↑ Office of Planning and Statistics, Republic of Palau: 2005 Census of Population and Housing, Tabelle 59, zugegriffen am 1. März 2007.
- ↑ ab Palau: Kultur- und Bildungspolitik. In: Webseite des Auswärtigen Amts, Stand Oktober 2011. Abgerufen am 21. März 2012.
- ↑ Peter Probst: Der dekorierte Körper, Museumspädagogik Besucherdienst, Berlin: Museum für Völkerkunde, 1992
- ↑ abcd U.S. Departement of State, Background Note: Palau.
- ↑ Inflation, GDP deflator (annual %).
- ↑ Palau Economy Profile 2012.
- ↑ Labour Market Statistics
- ↑ abc The World Factbook.
- ↑ IWF: Executive Board Consultation with the Republic of Palau.
- ↑ Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.
- ↑ www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,499049,00.html.
- ↑ um 1915. Mit 117 Seiten
14 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Australien | Fidschi | Indonesien1 | Kiribati | Marshallinseln | Mikronesien | Nauru | Neuseeland | Palau | Papua-Neuguinea | Salomonen | Samoa | Tonga | Tuvalu | Vanuatu
Andere Gebiete
Amerikanisch-Samoa (US) | Bakerinsel (US) | Cookinseln (NZ) | Französisch-Polynesien (FR) | Guam (US) | Hawaii (US) | Howlandinsel (US) | Jarvisinsel (US) | Johnstoninsel (US) | Kingmanriff (US) | Korallenmeerinseln (AU) | Midwayinseln (US) | Neukaledonien (FR) | Niue (NZ) | Nördliche Marianen (US) | Norfolkinsel (AU) | Osterinsel (CL) | Palmyra (US) | Pitcairninseln (UK) | Tokelau (NZ) | Wake (US) | Wallis und Futuna (FR) | West-Neuguinea (ID)
1 Liegt größtenteils in Asien.
Australien | Cookinseln | Fidschi | Föderierte Staaten von Mikronesien | Kiribati | Republik Marshallinseln | Nauru | Neuseeland | Niue | Palau | Papua-Neuguinea | Salomonen | Samoa | Tonga | Tuvalu | Vanuatu
Assoziierte Mitglieder: Neukaledonien | Französisch-Polynesien
Beobachter: Osttimor | Tokelau | Wallis und Futuna | Asiatische Entwicklungsbank | Commonwealth Secretariat | Vereinte Nationen | Western and Central Pacific Fisheries Commission
7.4666666666667134.55Koordinaten: 7° N, 135° O
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