Artikel des Tages
Die Tragödie von Nasino, auch Nasino-Affäre genannt, ereignete sich von Mitte Mai bis Mitte August 1933 in der Sowjetunion auf einer Insel im sibirischen Fluss Ob, unweit der Einmündung der Nasina. Auf diesem Eiland in der Taiga nahe der Ortschaft Nasino wurden am 18. und am 27. Mai 1933 im Zuge einer gewaltsamen Deportationskampagne gegen „sozial schädliche und deklassierte Elemente“ – so der Sprachgebrauch der sowjetischen Behörden – etwa 6100 Menschen ohne Verpflegung, Unterbringungsmöglichkeiten, Hausrat oder Werkzeuge ausgesetzt. Hunger, Entbehrungen, Krankheiten und Fluchtversuche reduzierten die Zahl der Ausgesetzten innerhalb von dreizehn Wochen auf etwa 2200 Menschen. Es traten Dutzende Fälle von Kannibalismus auf. Berichte über diese Geschehnisse erreichten im September 1933 die Führungsspitze der KPdSU. Sie stoppte ihre umfangreichen Pläne, als „gefährlich“ oder „asozial“ klassifizierte Personengruppen in so genannte Sondersiedlungen zu deportieren, um diese zu Vorposten der Erschließung unwirtlicher Gegenden zu machen. Stattdessen wurden diese Personengruppen in die Arbeitslager des Gulag gezwungen oder erschossen. mehr
In den Nachrichten
Boko Haram • Eishockey-WM • Pfingsten
- Die dänische Sängerin Emmelie de Forest (Bild) hat mit dem Song Only Teardrops den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen.
- Ungeachtet von Protesten aus Paris hat sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen für die Unabhängigkeit des französischen Überseegebietes Französisch-Polynesien ausgesprochen.
- Der Deutsche Bundestag hat beschlossen, das noch aus den Zeiten der Großen Koalition stammende Verbot des Betriebes von Nachtspeicherheizungen nach dem Jahr 2019 zu kippen.
- Die konservative GERB-Partei des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Bojko Borissow hat die Parlamentswahl in Bulgarien für sich entschieden, die absolute Mehrheit in der Narodno Sabranie jedoch verfehlt.
Kürzlich Verstorbene
- Ernst Klee (71), deutscher Autor († 18. Mai)
- Peter Schulz (83), deutscher Politiker († 17. Mai)
- Harold Shapero (93), US-amerikanischer Komponist († 17. Mai)
Schon gewusst?
- Der Heidelberger Studentenkuß fand Anklang bei Michelle Obama.
- Eine Einleitung in das Neue Testament ist etwas anderes als eine Einführung in das Neue Testament.
- Das Anscombe-Quartett ist kein Musikensemble, sondern demonstriert die Effekte von Ausreißern.
- Beim Flughafenverfahren haben Asylsuchende an deutschen Flughäfen drei Tage Zeit, gegen die Ablehnung ihres Antrags vorzugehen.
In einer anderen Sprache lesen
Diese Seite ist in 42 Sprachen verfügbar
- Alemannisch
- العربية
- Català
- Česky
- Dansk
- Dolnoserbski
- Ελληνικά
- English
- Español
- Français
- Nordfriisk
- Frysk
- हिन्दी
- Hrvatski
- Hornjoserbsce
- Magyar
- Italiano
- 日本語
- Ripoarisch
- Latina
- Lëtzebuergesch
- Limburgs
- Plattdüütsch
- Nederlands
- Norsk bokmål
- Deitsch
- Polski
- Português
- Rumantsch
- Română
- Русский
- Slovenčina
- Slovenščina
- Shqip
- Српски / srpski
- Seeltersk
- Svenska
- Türkçe
- Українська
- ייִדיש
- 中文