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Zytotoxizität (hergeleitet von altgriechisch κύτος kytos, deutsch ‚Zelle‘ und altgriechisch τοξικότητα toxikón, deutsch ‚(Pfeil-)Gift‘), auch Cytotoxizität, ist die Fähigkeit einiger chemischer Substanzen (Arzneistoffe, Viren), Zellen und Gewebe zu schädigen (Toxizität).[1] Diese Schädigung kann im Zuge einer Immunreaktion auch durch Zellen des Immunsystems vermittelt werden, z. B. durch zytotoxische T-Zellen, natürliche Killerzellen, Makrophagen oder Neutrophile. Diese Schädigung führt häufig zum Zelltod; der Begriff der Zytotoxizität beschreibt die generelle Schädigung, der Zelltod muss für diese Definition nicht zwangsläufig eintreten.[1]

Inhaltsverzeichnis

EigenschaftenBearbeiten

Die Zytotoxizität einer Substanz kann durch eine Bestimmung der Zellviabilität bei Zugabe des Toxins im Vergleich zu einer Negativkontrolle ohne Toxin bestimmt werden (Zytotoxizitätstest), z. B. mit dem Neutralrot-Test, dem MTT-Test oder dem Trypanblau-Test.

Ein Zytotoxizitätstest von zytotoxischen T-Zellen wird in der Transplantations- und Tumorimmunologie als In-vitro-Nachweis einer zellulären Immunreaktion an MHCI-tragenden Zielzellen (alle Zellkern-haltigen Zellen von Wirbeltieren) durchgeführt, z. B. der 53Chrom-Freisetzungstest.[2]

Bei natürlichen Killerzellen erfolgt die Bestimmung der antikörperabhängigen zellvermittelnden Zytotoxizität (ADCC) ähnlich, jedoch erfolgt der Zytotoxizitätstest erst nach Zugabe von Antikörpern. Eine positive Reaktion im Vergleich mit der Negativkontrolle ohne spezifische Antikörper zeigt eine ADCC auf.[3]

ZytotoxizitätsskalaBearbeiten

  • 0: Akzeptanz: Das Material ist nicht zytotoxisch.
  • 1: Leichte Hemmung: Das Material ist schwach toxisch.
  • 2: Deutliche Hemmung: Das Material ist mäßig toxisch.
  • 3: Toxizität: Dys Material ist stark toxisch.
  • 0 – Stimulation: Das Material wirkt kanzerogen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Zytotoxizität – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Racaniello, V. R., Rall, Glenn F., Skalka, Anna Marie, Enquist, L. W.: Principles of virology. 4. Auflage. Washington, DC, ISBN 978-1-55581-933-0, S. 37.
  2. Z. Fan, Q. Zhang: Molecular mechanisms of lymphocyte-mediated cytotoxicity. In: Cell Mol Immunol. (2005), Band 2, Ausgabe 4, S. 259–264. PMID 16274623.
  3. S. Y. Wang, G. Weiner: Complement and cellular cytotoxicity in antibody therapy of cancer. In: Expert Opin Biol Ther. (2008), Band 8, Ausgabe 6, S. 759–768. doi:10.1517/14712598.8.6.759 . PMID 18476787.