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Zeche Vereinigte Präsident
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Zeche Praesident Schacht2.jpg

Gedenkplatte
Förderung/Jahr bis ca. 860.000 t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Beschäftigte ca. 2500
Betriebsbeginn 1844
Betriebsende 1943
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 29′ 11,5″ N, 7° 12′ 1,3″ OKoordinaten: 51° 29′ 11,5″ N, 7° 12′ 1,3″ O
Zeche Vereinigte Präsident (Regionalverband Ruhr)
Zeche Vereinigte Präsident
Lage Zeche Vereinigte Präsident
Standort Bochum, Seilfahrt
Gemeinde Bochum
Kreisfreie Stadt (NUTS3) Bochum
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

Die Zeche Vereinigte Präsident war ein Steinkohlebergwerk in Bochum. Sie ist nach dem Oberpräsidenten Freiherr Ludwig von Vincke benannt.

GeschichteBearbeiten

Der erste Schacht der Zeche Präsident wurde 1840 als Schurfschacht geteuft. 1842 erreichte dieser Schacht bei 44 Meter Teufe das Karbon. 1844 wurde die Förderung in diesem Schacht aufgenommen. 1852 wurde ein weiterer Schacht als Wetterschacht in Betrieb genommen.

Der Schacht Wilhelm wird als zweiter Schacht 1871 geteuft. Der Schacht befand sich 800 Meter östlich von Schacht I zwischen Hofsteder Straße und Dorstener Straße. Im Verlauf der Zeit kamen 1871 noch der Schacht 3 und 1923 ein weiterer Schacht hinzu.

Die Werkbahn hatte Anschlüsse zu drei Bahngesellschaften, der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME), der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) und der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME).[1]

Der Bergarbeiterstreik von 1889 im Ruhrgebiet begann auf der Zeche Präsident.

Zwischen 1847 und 1930 wurde auf der Schachtanlage eine Kokerei betrieben.

Auf der Zeche kam es mehrfach zu Unglücken mit Todesfolge:

  • 2. Juni 1883: Schlagwetterexplosion mit 9 Todesopfern
  • 30. Juli 1917: Schlagwetterexplosion mit 24 Todesopfern
  • 31. August 1936: Schlagwetterexplosion mit 28 Todesopfern

Die höchste Förderung wurde auf der Zeche Präsident im Jahre 1929 erzielt. 2.504 Beschäftigte förderten 864.706 Tonnen Steinkohle.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden in Schächten des Bergwerks unter dem Codenamen „Maultier“ unterirdische Fabrikationsanlagen des Bochumer Vereins angelegt.

Am 29. August 1943 wurde die Zeche durch einen Luftangriff völlig zerstört. Die Anlagen wurden nicht wiederaufgebaut.

Die Schächte II bis IV wurden 1966 verfüllt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweisBearbeiten

  1. Gerhard Knospe: Werkeisenbahnen im deutschen Steinkohlenbergbau und seine Dampflokomotiven, Teil 1 - Daten, Fakten, Quellen. 1. Auflage. Selbstverlag, Heiligenhaus 2018, ISBN 978-3-9819784-0-7, S. 670.