Yan Hui

chinesischer Philosoph

Yan Hui (chinesisch 颜回; * 521 v. Chr. im Cai; † 490 v. Chr.) war der Lieblingsjünger von Konfuzius und ist eine der meist verehrten Persönlichkeiten des Konfuzianismus. In konfuzianischen Tempeln wird er als einer der „Vier Weisen“ verehrt.

Yan Hui

LebenBearbeiten

Neben etwa 3.000 Anhängern verfügte Konfuzius über 72 bis 75 Jünger, von denen er sich verstanden fühlte. Yan Hui stammte aus dem Staat Lu in der heutigen Provinz Shandong. Sein Vater Yan Wuyou (Yan Lu) war einer der frühesten Schüler des Konfuzius. Yan Hui war ungefähr 30 Jahre jünger als Konfuzius und wurde in jungen Jahren Schüler des Meisters.[1][2]

Die Erwerbsbiografie des Konsultanten aus Qufu weist Lücken auf. In einer dieser Zeiten der Askese reiste Konfuzius mit Yan Hui durch die Staaten Chen und Cai, als ihnen ein herrenloser Reissack begegnete. Yan Hui kochte den Reis und Konfuzius beobachtete mit durch den Hunger geschärften Augen, wie Yan Hui den halbgaren Reis aß. Als Yan Hui den fertiggekochten Reis Konfuzius anbot, erklärte dieser, er habe von seinem Vater geträumt und dem sei nun ein Teil des Reises zu opfern. Worauf ihm Yan Hui erklärte, dass der Reis durch Feinstaub kontaminiert und deshalb als Opfer ungeeignet sei.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Confucius: The Analects of Confucius. Oxford University Press, Oxford 1997, ISBN 978-0-19-506157-4, S. 201.
  2. Annping Chin: The authentic Confucius: a life of thought and politics. Simon and Schuster, 2007, ISBN 0-7432-4618-7, S. 75
  3. Hrsg. Kuijie Zhou, A Basic Confucius: An Introduction to the Wisdom and Advice of China's Greatest Sage, 2005, 198 S., S. 73