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Welle von Bern

Ansicht von Nordwesten über die Welle von Bern
In der Welle

Die Welle von Bern ist eine Passerelle über die Gleise im Westen des Hauptbahnhofs Bern (in den Sektoren C und D), die täglich von bis zu 50 000 Fahrgästen genutzt wird.[1][2] Die Passerelle ist 13,3 Meter breit und wird durch sechs unterschiedlich lange, wellenförmige Perrondächer auf Brettschichtholzträgern mit der Schanzenstrasse verbunden. Zwei Zugänge (einer im Norden und einer im Süden) führen zur Passerelle und von dort weiter zu den Perrons; beide sind behindertenfreundlich. Die Welle von Bern löste die alte Passerelle auf der gegenüberliegenden Seite der Schanzenstrasse ab, welche im Gegensatz zur neuen Passerelle keine Aufzüge und Rolltreppen aufwies.

Die Welle von Bern wurde am 12. Dezember 2004 zum Fahrplanwechsel im Rahmen der Bahn 2000 in Betrieb genommen[2] und am 13. Oktober 2005 mit einem Fest für die Bevölkerung eingeweiht.[3] Das Bauwerk kostete 25 Millionen Franken[4] und entstand unter der Bauherrschaft der Schweizerischen Bundesbahnen in einer Bauzeit von 13 Monaten nach den Plänen von Ursula Stücheli und Beat Mathys vom Architekturbüro Smarch aus Bern, der Tragwerksplanung der Conzett, Bronzini, Gartmann AG aus Chur und der Werkstattplanung der Holzkonstruktion von Peter Gfeller von der Roth Holzleimbau und Stahlbau AG aus Burgdorf. Die Schweizerischen Bundesbahnen wurden 2005 unter anderem wegen der Welle von Bern mit dem Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet.[4]

Neben der Welle befand sich der ehemalige Postbahnhof. Die Liegenschaftsbesitzerin Schweizerische Post liess dieses Gebäude abbrechen und an gleicher Stelle einen Neubau errichten, welcher als Postparc West bezeichnet wird. Er beinhaltet das kleine Einkaufszentrum Welle7 mit Geschäften und zahlreichen Restaurants.[5] Die Migros als Hauptmieterin betreibt dort unter anderem eine Klubschule.[6] Wegen fehlendem Umsatz wird das Einkaufszentrum seit April 2018 an den Sonntagen geschlossen.[7] Um den Besucherstrom an den anderen Tagen zu fördern, denkt die Migros derzeit über einen attraktiveren Mietermix nach.[8]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Welle von Bern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. «Welle von Bern» offiziell eingeweiht. In: 20 Minuten. Abgerufen im 31. Mai 2012.
  2. a b Bahnhof Bern West. (Nicht mehr online verfügbar.) In: ZugumZug. S. 6, ehemals im Original; abgerufen im 31. Mai 2012 (PDF).@1@2Vorlage:Toter Link/www.bahn2000.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Westliche Erweiterung des Bahnhofs Bern. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Ostag. S. 1, ehemals im Original; abgerufen im 31. Mai 2012 (PDF; 632 kB).@1@2Vorlage:Toter Link/www.infostag.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. a b Westliche Erweiterung des Bahnhofs Bern. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Ostag. S. 7, ehemals im Original; abgerufen im 31. Mai 2012 (PDF; 632 kB).@1@2Vorlage:Toter Link/www.infostag.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Über uns. In: Welle7. Abgerufen am 4. Oktober 2017.
  6. Rahel Guggisberg: «Bei der Welle 7 kommen täglich 50'000 Reisende vorbei». In: bernerzeitung.ch. 23. März 2016, abgerufen am 26. September 2018.
  7. Claudia Salzmann: Welle 7 bleibt sonntags zu. In: bernerzeitung.ch. 27. Februar 2018, abgerufen am 26. September 2018.
  8. Migros will bei Welle 7 handeln. In: bernerzeitung.ch. 25. September 2018, abgerufen am 26. September 2018.

Koordinaten: 46° 56′ 55″ N, 7° 26′ 11″ O; CH1903: 599838 / 199726