Weißrussisches arabisches Alphabet

Das Weißrussische arabische Alphabet entstand im 16. Jahrhundert, um mit Hilfe der arabischen Schrift die weißrussische Sprache wiedergeben zu können.

Entstehungsgeschichte des weißrussischen arabischen Alphabets

Es besteht aus 28 Buchstaben und unterscheidet sich in einigen Details vom gewöhnlichen arabischen Alphabet:

  • Für die Wiedergabe der Laute Sh, Tsch und P («ж», «ч» und «п»), die es in der arabischen Sprache nicht gibt, wurden folgende türkisch-persische Schriftzeichen verwendet: پ چ ژ.
  • Für die Bezeichnung der Laute «дз» und «ц» wurden neue Buchstaben erfunden: und .
  • Für den Laut «ў» wurde kein eigenes Schriftzeichen eingeführt; hier wurde das gleiche Zeichen wie für «в» verwendet.

Das Weißrussische arabische Alphabet wurde von weißrussischen Tataren bis in die 1930er Jahre verwendet. Im 14. bis 16. Jahrhundert hatten sie ihre eigene Sprache aufgegeben und verwendeten die altweißrussische Sprache, jedoch mit arabischen Schriftzeichen.

TabelleBearbeiten

Vokale werden hier nicht aufgeführt, da sie – wie im Arabischen – lediglich mit diakritischen Zeichen angezeigt werden.

Kyrillisch Latein Arabisch
Б, б B, b ب
Ц, ц C, c
Ч, ч Č, č چ
Х, х CH, ch خ
Д, д D, d د
ДЖ, дж DŽ, dž ج
Ф, ф F, f ف
Ґ, ґ G, g غ
Г, г H, h ه
Й, й J, j ى
К, к K, k ق
Л, л Ł, ł ل
М, м M, m م
Н, н N, n ن
П, п P, p پ
Р, р R, r ر
С, с S, s ص
Ш, ш Š, š ش
Т, т T, t ط
Ў, ў Ŭ, ŭ و
В, в V, v و
З, з Z, z ض
Ж, ж Ž, ž ژ
ЦЬ, ць Ć, ć س
ДЗЬ, дзь DŹ, dź
ЛЬ, ль L, l ل
НЬ, нь Ń, ń ن
СЬ, сь Ś, ś ث
ЗЬ, зь Ź, ź ز
ТЬ, ть TJ, tj ت
КЬ, кь KJ, kj ك
' ع
Ь, ь -

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Д-р Я. Станкевіч. Беларускія мусульмане і беларуская літаратура арабскім пісьмом. [Адбітка з гадавіка Беларускага Навуковага Таварыства, кн. I.] — Вільня : Друкарня Я. Левіна, 1933 ; Менск : Беларускае коопэрацыйна-выдавецкае таварыства ″Адраджэньне″, 1991 [факсімільн.]. — 3-е выд.
  • Антонович А.К. Белорусские тексты, писанные арабским письмом, и их графико-орфографическая система. Вильнюс, 1968.
  • Suter, Paul. Alfurkan Tatarski. Der litauisch-tatarische Koran-Tefsir, Köln, Weimar; Wien: Bölau, 2004, Slavonic and East European Review 83/3

WeblinksBearbeiten