Bei einem Wash Trade (nicht zu verwechseln mit einem Wash Sale) kauft und verkauft ein Investor gleichzeitig ein Finanzinstrument. Dafür kann es mehrere Gründe geben:

  • um künstlich das Handelsvolumen zu erhöhen, damit der Eindruck entsteht, dass dieses Finanzinstrument begehrter ist als es tatsächlich der Fall ist;[1]
  • um künstlich Provisionszahlungen an Broker zu generieren, z. B. um diese für etwas zu bezahlen, was nicht an die Öffentlichkeit geraten soll. Dies geschah zum Beispiel innerhalb des Libor-Skandals;[2]
  • aus steuerlichen Gründen.

Wash Trades sind eine Form der Marktmanipulation und waren in Deutschland bis 2016 über § 20a WpHG verboten, seitdem sind sie gemäß Artikel 15 der Marktmissbrauchsverordnung EU-weit untersagt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. September 25, 1997 order regarding the Securities Exchange Act of 1934.
  2. http://www.fsa.gov.uk/static/pubs/final/ubs.pdf