Vorort

Siedlung am Stadtrand einer größeren Stadt

Als Vorort bezeichnet man eine am Stadtrand einer größeren Stadt gelegene Siedlung. Die Bezeichnung wird für eigenständige Ortschaften oder auch für eingemeindete Stadtteile verwendet, die teilweise noch einen erhaltenem Ortskern aufweisen.[1]

Luftbild einer Vorortsiedlung in den USA bei Colorado Springs
Luftbild einer Vorortsiedlung in Deutschland bei Köln

Während in Deutschland die Vororte zahlreicher Städte mittlerweile oft eingemeindet und damit zu Stadtteilen geworden sind, sind Vororte in vielen anderen Ländern oft nach wie vor selbständig.

Typisch für Vororte ist ihre enge Verbindung zum jeweiligen urbanen Zentrum. Während eine Stadt eine eigene Verwaltungsstruktur, Infrastruktur und eine große Anzahl von Einwohnern aufweist, ist ein Vorort in der Regel kleiner und stärker auf das Zentrum angewiesen.[2] Eingemeindete Vororte haben gegenüber innerstädtischen Ortsteilen oft Ortsbürgermeister.

Beispiel Fulda Bearbeiten

Die Kernstadt von Fulda ist in elf innerstädtische Viertel (zum Beispiel Aschenberg (Fulda)) und 24 Stadtteile (eingemeindete Vororte) unterteilt. Mit den Nachbargemeinden (selbstständige Vororte) bildet Fulda eine Agglomeration.

Siehe auch Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Jason Diamond: The Sprawl. Reconsidering the weird American suburbs. Coffee House Press, 2020, ISBN 978-1-56689-582-8 (Sammlung von Essays zum Thema der Vororte in den Vereinigten Staaten).

Weblinks Bearbeiten

Wiktionary: Vorort – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. geohilfe.de: Die europäische Stadt – Merkmale und Gliederung, abgerufen am 24. Oktober 2023
  2. Juraforum: Vorort, abgerufen am 24. Oktober 2023