Verwaltungsgliederung der Republik Arzach

Die international nicht anerkannte Republik Arzach ist in acht Verwaltungseinheiten unterteilt. Von diesen sind sieben Provinzen, während Stepanakert, die Hauptstadt des Landes, einen besonderen administrativen Status besitzt.[1] Über zwei Drittel des Gebietes werden nicht von dem de-facto-Regime nicht kontrolliert, sondern von Aserbaidschan.

Provinzen der Republik Arzach: 1. Schahumjan; 2. Mardakert; 3. Askeran; 4. Martuni; 5. Hadrut; 6. Schuscha; 7. Kaschatach.
Stepanakert nicht im Bild.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Provinz Bevölkerung (2006)[2] Gebiet (km2)
Stepanakert 50.400 25,66
Askeran 17.000 1221,92
Hadrut 12.400 1876,80
Mardakert 18.900 1795,10
Martuni 23.100 951,20
Schahumjan 2.800 1829,80
Schuschi 4.500 381,30
Kaschatach 8.600 3376,60

Beanspruchtes und kontrolliertes GebietBearbeiten

Mehrere Rajons von Aserbaidschan standen von 1993 bis 2020 Kontrolle von Arzach und waren Teil der Republik Arzach: Laçın, Qubadlı, Zəngilan, Cəbrayıl, Kəlbəcər sowie Teile von Ağdam und Füzuli. Seit dem Krieg um Bergkarabach 2020 stehen diese wieder vollständig unter aserbaidschanischer Kontrolle. Bereits seit den 1990er Jahren standen auch die westlichen Teile von Martakert und Martuni sowie der gesamte Nordteil Schahumjans unter der Kontrolle Aserbaidschans. Seit 2020 trifft dies auch auf fast die gesamte Provinz Hadrut zu sowie Ortschaften im Süden der Provinzen Askaran und Martuni.

Ehemalige Autonome Oblast Bergkarabach
Bezirk (Rajon) Gebiet (km2) unter Kontrolle von Arzach bis 2020 (km2) %
Askeran 928 928 100
Hadrut 679 679 100
Mardakert 1.705 1.305 76,5
Martuni 792 632 79,8
Schuscha 280 280 100
insgesamt 4.384 3.824 87,2
außerhalb der ehemaligen Oblast
südlicher Teil von Goranboy 558 0 0
Kəlbəcər 1.936 1.936 100
Laçın 1.835 1.835 100
Qubadlı 802 802 100
Zəngilan 707 707 100
Cəbrayıl 1.050 1.050 100
Füzuli 1.390 462 33,2
Ağdam 1.150 842 73,2
Aserbaidschan 8.870 7.634 86,1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnisse der Volkszählung von 2005 der Republik Bergkarabach (PDF; 131 kB)
  2. Population of NKR (Memento vom 11. September 2008 im Internet Archive)