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Gebietsentwicklung Serbiens ab 1817; in hellrosa das 1913 gewonnene Gebiet um Makedonien

Als Vardar-Mazedonien oder noch früher Südserbien (mazedonisch und serbisch Вардарска Македонија, bulgarisch Вардарска Македония) wurde der nördliche Teil der historischen Region Makedonien, der sich über den heutigen Staat Nordmazedonien erstreckt, bezeichnet.

Nach dem Ersten Balkankrieg von 1912/1913, der gegen das Osmanische Reich gerichtet war, wurde die Region serbisch. Im Ersten Weltkrieg wurde Vardar-Mazedonien von Bulgarien, das mit Deutschland und Österreich-Ungarn verbündet war, besetzt. 1918 wurden die Grenzen von 1913 wiederhergestellt, Vardar-Mazedonien wurde so zum serbischen Teil im Königreich der Serben, Kroaten, und Slowenen und wurde als „Süd-Serbien“ oder „Vardar-Serbien“ bezeichnet, seine slawischsprachigen Bewohner wurden offiziell als Serben angesehen. Ab 1929 bildete das Gebiet des heutigen Nordmazedonien zusammen mit Teilen des südlichen Serbiens administrativ die Provinz Banschaft Vardar. Im Untergrund existierte die Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation, eine Separatistenbewegung, weiter.

1944 wurde in den Grenzen von Vardar-Mazedonien die Sozialistische Republik Mazedonien als Teilrepublik Jugoslawiens gegründet.

Erst 1991 kamen die Bezeichnungen Vardar-Mazedonien und Vardar-Republik als Kompromisslösungen im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland wieder in die tagespolitische Diskussion.

QuellenBearbeiten

  • Stefan Troebst: Das makedonische Jahrhundert: von den Anfängen der nationalrevolutionären Bewegung zum Abkommen von Ohrid 1893-2001; ausgewählte Aufsätze. Oldenbourg, 2007, ISBN 978-3-486-58050-1, S. 344– (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Mil R. Gavrilović: Privreda Južne Srbije. "Nemanja" zadužbinska štamparija Vardarske banovine, 1933 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).