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Trollfest (auch TrollfesT) ist eine norwegische Folk-Metal-Band.

Trollfest
Trollfest Logo.jpg

Trollfest live beim Wacken Open Air 2018
Trollfest live beim Wacken Open Air 2018
Allgemeine Informationen
Genre(s) Folk Metal
Gründung 2004
Website http://www.trollfest.com
Aktuelle Besetzung
Jostein „Trollmannen“ Austvik
John Espen „Mr.Seidel“ Sagstad
Øyvind Bolt Strönen "Lodd Bolt" Johannesen
Eirik „TrollBank“ Renton
Kai "Fjernkontrollet" Renton (seit 2016)
Leif "Dr. Leif Kjønnsfleis" Kjønnsfleis
Dag "DrekkaDag" Stiberg
Ehemalige Mitglieder
Bass
Psycho Troll
Gitarre
Per Spelemann
Øyvind "Manskow" Manskow (2009 – 2015)

GeschichteBearbeiten

 
Jostein „Trollmannen“ Austvik auf dem Rockharz 2015 in Ballenstedt.

Jostein „Trollmannen“ Austvik und John Espen „Mr.Seidel“ Sagstad kannten sich bereits seit früher Kindheit. Nachdem der Kontakt irgendwann abbrach, trafen sie sich nach ihrer Schulzeit in Oslo wieder, wo Sagstad studierte.[1] Zusammen mit Sagstads Mitstudenten Martin „PsychoTroll“ Storm-Olsen und Eirik „TrollBank“ Renton wurde Trollfest schließlich spontan auf einer Feier gegründet.[2] Das erste fertiggestellte Lied war “Drekka Konkurranse”.[3]

Die Band veröffentlichte ihr erstes Album „Willkommen Folk Tell Drekka Fest“ am 15. März 2005 beim deutschen Label Solistitium Records. Der deutsche Name des Albums lautet „Willkommen Leute zum Trinkfest“. Das zweite Album „Brakebein“ erschien am 24. Mai 2006 ebenfalls bei Solistitium, das sich mittlerweile allerdings in Omvina umbenannt hatte. Bei Brakebein handelt es sich um ein Konzeptalbum, das sich ganz der Jagd Brakebeins nach Bier widmet. Ihren ersten Live-Auftritt hatte die Band 2007 auf dem „Barther Metal Openair“ in Deutschland.

Das dritte Album „Villanden“ wurde am 9. Januar 2009 über das deutsche Label Twilight Vertrieb veröffentlicht. Es folgte die Ep Uraltes Elemente, nach der die Zusammenarbeit mit Twilight beendet wurde.

Im Januar 2011 unterzeichnete Trollfest einen Plattenvertrag mit NoiseArt Records.[4] Das vierte Studioalbum, „En kvest for den hellige gral“, erschien am 22. April 2011.

Anfangs nur als Spaß- und Nebenprojekt der Musiker gegründet,[5] entwickelte sich Trollfest im Laufe der letzten Jahre zur Hauptband.[2]

StilBearbeiten

MusikBearbeiten

Inspiriert von der finnischen Band Finntroll[6][7], wurde ein eigener Stil entwickelt, der auf viele Genres zurückgreift, wie beispielsweise Humppa, Tango, Reggae, Walzer und Ska[8]. Trollfest greifen im Gegensatz zu Finntroll nicht auf Synthesizer, sondern auf echte Folk-Instrumente wie Akustikgitarre, Akkordeon, Trompete, Fidel, Mandoline und Banjo zurück[9]. Der Musikstil Trollfests lässt sich am ehesten als Folk Metal beschreiben, weist aber Einflüsse aus nahezu allen Stilarten des Metals auf und kann aufgrund der humorvollen Texte auch dem Fun Metal zugeordnet werden.

Insbesondere auf den Alben Villanden und En kvest for den hellige gral steht vor allem die Bulgarische Folklore im Vordergrund.[2]

TexteBearbeiten

Die Liedertexte sind humorvoll und in der fiktiven Sprache der Trolle – Trollspråk – geschrieben, einem Sprachmix aus diversen skandinavischen Sprachen (vor allem norwegisch) und deutsch. Sie handeln laut Ex-Bassist PsychoTroll in erster Linie von feiernden und trinkenden Trollen, die gerne auch Priester oder andere Menschen, insbesondere deren „fette“ Frauen, verspeisen oder um einen freien Platz zum Feiern kämpfen.[5]

Die Idee zur Trollspråk entwickelte sich eher zufällig. In den Anfangstagen beschloss die Band, auf Deutsch singen zu wollen, weil es sich so „grimmig“ (overgrimt) anhört.[10] Da aber keiner der Bandmitglieder wirklich die deutsche Sprache beherrschte, fing man an, die Texte relativ frei von deutscher Grammatik zu schreiben und fehlende deutsche Wörter durch norwegische zu ersetzen.[10] Dass die Texte dadurch oftmals nur einen sehr oberflächlichen und nichtssagenden Charakter haben, ist nach der Meinung Trollmannens nicht weiter von Bedeutung, da für ihn bei einem Lied die Musik mehr zählt als der Text.[2]

Das Album Norwegian Fairytales ist auf Norwegisch und orientiert sich an norwegische Sagen und Mythen.

DiskografieBearbeiten

  • 2004: TrollfesT (Demo)
  • 2005: Willkommen Folk Tell Drekka Fest (Solistitium Records)
  • 2006: Brakebein (Omvina)
  • 2009: Villanden (Twilight)
  • 2009: Uraltes Elemente EP (Twilight)
  • 2011: En kvest for den hellige gral (NoiseArt Records/Edel)
  • 2012: Brumlebassen
  • 2014: Kaptein Kaos
  • 2017: Helluva
  • 2019: Norwegian Fairytales

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Trollfest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Interview mit Mr. Seidel & Psychotroll im September 2010, studiorock.ro, abgerufen am 22. April 2011 (englisch)
  2. a b c d Interview mit Trollmannen im August 2009, stormbringer.at, abgerufen am 22. April 2011
  3. Interview mit Mr. Seidel im Januar 2009, metal.de, abgerufen am 22. April 2011
  4. Trollfest unterschreiben bei NoiseArt Records und Rock The Nation! (14. Januar 2011), stormbringer.at, abgerufen am 22. April 2011
  5. a b Interview mit PsychoTroll im März 2005 (Memento des Originals vom 8. Mai 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nocturnalhorde.com, nocturnalhorde.com, abgerufen am 22. April 2011 (englisch)
  6. Review bei Metal-Observer, metal.de, powermetal.de
  7. Nocturnal Horde Interview (Memento des Originals vom 8. Mai 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nocturnalhorde.com (englisch)
  8. Review bei Metallized (italienisch)
  9. Review bei Powermetal
  10. a b Interview mit Trollmannen im Juli 2005 (Memento des Originals vom 5. April 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/heavymetal.no, heavymetal.no, abgerufen am 22. April 2011 (norwegisch)