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Der Tonwertumfang gibt an, wie viele Farbinformationen ein Bild oder eine Bilddatei enthält. Er bezeichnet den Unterschied zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle eines Bildes. Der Tonwertumfang wird bezogen auf den maximal möglichen Umfang angegeben, beispielsweise von 5 % Weiß bis 93 % Schwarz.

Der maximale Tonwertumfang (Farbraum) wird durch das Medium begrenzt, bei Fotografien etwa die Eigenschaften des gewählten Fotopapiers oder Druckverfahrens, bei digitalen Grafiken durch die Farbtiefe des verwendeten Grafikformates und die technischen Möglichkeiten des Wiedergabegerätes wie eines Bildschirmes.

Um eine differenzierte und kontrastreiche Wiedergabe eines Bildes zu ermöglichen, wird in der Regel versucht, einen Farbraum optimal auszunutzen, es gibt jedoch auch die bewusste Reduzierung des Tonwertumfanges, um spezielle Effekte wie in der High- oder Low-Key-Fotografie zu erzielen.

Mit einer Bildbearbeitungssoftware lässt sich der Tonwertumfang eines digitalen Bildes regulieren, nicht nur die Maximal- und Minimalwerte lassen sich ändern, sondern auch die statistische Verteilung der Tonwerte im Bild. Die Tonwertkorrektur ist damit das wichtigste Werkzeug, um Helligkeit und Kontrast zu optimieren. Das Histogramm dient dabei als Hilfsmittel, um die Verteilung der Tonwerte zu analysieren, die sich dann gezielt korrigieren lassen. Bei einer starken Erhöhung des Tonwertumfanges kann es jedoch auch zu Qualitätseinbußen kommen, wenn es zu einer sichtbaren Spreizung der Tonwerte kommt, durch die feine Farbverläufe nicht mehr homogen wiedergegeben werden können.

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