The European Mouse Mutant Archive

Konsortium zur Sammlung und Archivierung von forschungsrelevanten Mausmutanten

Das Europäische Maus-Mutanten-Archiv (EMMA) ist ein 1999 gegründetes Konsortium zur Sammlung und Archivierung von forschungsrelevanten Mausmutanten mittels Kryokonservierung. Am Projekt sind insgesamt sieben europäische Forschungsinstitute beteiligt, der Hauptsitz ist das Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR) in der Nähe von Rom.

The European Mouse Mutant Archive
(EMMA)
LOGOEMMA.JPG
Zweck: Archivierung mutanter Mauslinien
Vorsitz: Martin Hrabĕ de Angelis (Direktor)[1]
Gründungsdatum: 1999
Sitz: Consiglio Nazionale delle Ricerche (Monterotondo Italien Italien)
Website: The European Mouse Mutant Archive

ZweckBearbeiten

Das Genom der Hausmaus (Mus musculus) ist dem des Menschen sehr ähnlich. Deshalb dient sie in der Forschung als Modellorganismus für menschliche Erkrankungen. Zudem sind in den letzten 30 Jahren zahlreiche molekularbiologische Methoden zur Herstellung mutanter Mauslinien entstanden. Will man z. B. herausfinden, wofür ein bestimmtes Gen der Maus zuständig ist, ist es möglich dieses Gen gezielt auszuschalten (Gen-Knockout) um zu schauen, welche Auswirkungen das auf den Organismus hat. Um weiter mit einer solchen Maus arbeiten zu können, ist eine Möglichkeit eine Mauslinie zu züchten, deren Nachkommen alle diesen Defekt tragen. Das ist jedoch aufwendig und teuer. Eine andere Möglichkeit ist die Kryokonservierung, bei der Embryonen mit dem Defekt in flüssigem Stickstoff eingefroren und beliebig lang gelagert werden können.

Die Organisation bedient sich der zweiten Methode und hat es sich zur Aufgabe gemacht, verschiedenste Mausmutanten zu konservieren und sie bei Bedarf Forschungsanstalten zur Verfügung zu stellen.

MitgliederBearbeiten

Das Konsortium besteht aus sechs regulären Mitgliedern, sowie dem EMBL, welches für die Online-Datenbanken zuständig ist.[2]

  • CNR Istituto di Biologia Cellulare in Monterotondo, Italien
  • CNRS Centre de Distribution de Typage et d’Archivage animale in Orleans, Frankreich
  • MRC Mammalian Genetics Unit in Harwell, UK
  • Karolinska Institutet in Stockholm, Schweden
  • Instituto Gulbenkian de Ciência in Oeiras, Portugal
  • Helmholtz Zentrum München Institute of Experimental Genetics in München, Deutschland
  • EMBL European Molecular Biology Laboratory
  • EBI European Bioinformatics Institute in Hinxton, UK (Teil des EMBL)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Information des Bundesministerium für Bildung und Forschung, Krankheitsbekämpfung durch Genomforschung – Das Nationale Genomforschungsnetz (Memento vom 20. Juli 2004 im Internet Archive) (abgerufen am 9. März 2010)
  2. Website des NGFN, European Mouse Mutant Archive (abgerufen am 9. März 2010)