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Thüringer Zoopark Erfurt

Zoo in Deutschland

Der Thüringer Zoopark Erfurt im Norden der Landeshauptstadt Erfurt ist der größte zoologische Garten Thüringens.

Thüringer Zoopark Erfurt
Thüringer Zoopark Erfurt Logo.svg
Motto Der Zoo der großen Tiere.
Ort Am Zoopark 1
99087 Erfurt
Fläche 63 Hektar
Eröffnung 1959
Tierarten 122 Tierarten (2017)[1]
Individuen 742 Tiere (2017)[1]
Besucherzahlen 358.000 (2017)[1]
Organisation
Leitung Sabine Merz (seit 01.10.2014)
Trägerschaft Stadt Erfurt
Förderorganisationen Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e.V.
Mitglied bei EAZA, VdZ
www.zoopark-erfurt.de
Thüringer Zoopark Erfurt (Thüringen)
Thüringer Zoopark Erfurt

Koordinaten: 51° 1′ 24″ N, 11° 1′ 40″ O

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

 
Begrüßungsschild des ehemaligen Eingangsbereiches

Auf dem Roten Berg im Norden der Stadt gelegen, bietet der Thüringer Zoopark Erfurt Aussicht auf neuere Teile des über 1250 Jahre alten Erfurt, insbesondere das benachbarte Wohngebiet Roter Berg. Die Gesamtfläche des Zooparks beträgt ca. 63 Hektar, wobei nur ungefähr 48 Hektar zoologisch genutzt werden. Der nicht nutzbare Teil ist ein Landschaftsschutzgebiet, bei dem es sich im Wesentlichen um Trockenrasen handelt.

Erreichbar ist der Zoopark über den öffentlichen Nahverkehr mit dem Bus Linie 30 Haltestelle „Thüringer Zoopark“ oder mit der Straßenbahn Linie 5 vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Zoopark“ sowie mit dem Auto, wofür ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

GeschichteBearbeiten

 
Damaliger Direktor Harald Roth im Jahr 1958 bei der Ankunft der ersten Zootiere

Der Erfurter Zoopark ist vergleichsweise noch recht jung. Der älteste Zoo Thüringens ist der Altenburger Inselzoo von 1954. Seine Eröffnung feierte der Zoopark Erfurt zu Zeiten der DDR im Jahr 1959. Damaliger Direktor war Harald Roth. Der Eröffnung vorangegangen war eine fast dreijährige Planung seit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 1956. Ursprünglich war auf dem Roten Berg ein weiteres Erholungsgebiet für die Bürger geplant, da die Cyriaksburg (heutiges Ega-Gelände) und der Steigerwald durch den Bevölkerungszuwachs stark belastet war. Hinzu kam der Gedanke, Tiere besichtigen zu können.

Zu den ersten Tieren gehörten ein Yak-Paar aus Pamir (Zentralasien), Bisons und kasachische Trampeltiere. Aus dem Rostocker Zoo wurde ein Kragenbär gestiftet und der Zoo Dresden überführte zwei Löwen nach Erfurt, welche zunächst im Stadtgut untergebracht und ab Pfingsten 1958 in einem Provisorium auf dem Zoogelände zu sehen waren.

Die sehr gute Zustimmung des Zooparks in der Bevölkerung war bereits im ersten Jahr mit den Besucherzahlen von etwa 120.000 Menschen zu erkennen.

Spenden ermöglichten in den Folgejahren die Erweiterung durch die Anschaffung weiterer Tiere. Bereits 1964 galt die Kamelherde des Zoos Erfurt als größte der DDR.[2]

TieranlagenBearbeiten

Der Zoopark umfasst heute etwa 700 Tiere aus rund 120 verschiedenen Arten.[1]

Erfurter AquariumBearbeiten

Zum Zoopark gehörte auch das Erfurter Aquarium (seit 2003), welches sich am Nettelbeckufer 28a etwa vier Kilometer vom Roten Berg entfernt befand und 228 Arten umfasste. Seit 2007 verfügte das Aquarium über ein 50.000 Liter fassendes Riffbecken. Im März 2017 wurde es aufgrund erheblicher baulicher Mängel endgültig geschlossen.[3]

Artenschutz und NachhaltigkeitBearbeiten

Der Zoo Erfurt züchtet zahlreiche bedrohte Arten und ist Partner der Stiftung Artenschutz. Er koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für den Rothund.[4]

BildergalerieBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Thüringer Zoopark Erfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Wir haben gezählt, gewogen und gemessen. In: Zoopark-Erfurt.de. 25. Januar 2018, abgerufen am 30. Oktober 2018.
  2. Huber-Kemmesies, Anette: Thüringer Zoopark Erfurt, aus Erfurt-Lese: [1], Stand: 4. August 2018
  3. Aquarium in Erfurt muss endgültig schließen. (thueringer-allgemeine.de)., Stand: 22. Juni 2017
  4. Complete List of EEPs and ESBs (Memento des Originals vom 4. November 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/eaza.portal.isis.org auf der Website der EAZA, Stand: 19. Mai 2016.