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Telemachos

Person der griechischen Mythologie
Marmorstatue des Telemachos von Ludwig Cauer (1902), Alt-Saarbrücken

Telemachos (griechisch Τηλέμαχος „Kämpfer in der Ferne“), auch: Telemach, ist im griechischen Mythos der Sohn des Odysseus und der Penelope.

Inhaltsverzeichnis

LebensgeschichteBearbeiten

Telemachos war bei der Abreise seines Vaters Odysseus zum Trojanischen Krieg noch ein Kind.[1] Die Geschichte seiner Adoleszenz wird in den ersten 4 Gesängen der Odyssee erzählt. Demnach erhielt er als junger Mann von Athene, die ihm während seiner Jugend in der Gestalt des Mentes[2] zur Seite stand, den Rat, bei Nestor in Pylos und Menelaos in Sparta Erkundigungen über seinen Vater einzuziehen.[3] An letzterem Ort erfuhr er, dass Odysseus noch leben könnte.

Auf der Rückfahrt von Pylos nach Ithaka entging Telemachos, von Athene gewarnt, einem Mordanschlag der Freier, die von der Insel Asteris aus einen Hinterhalt planten.[4] Nach Hause zurückgekehrt, traf er bei dem Schweinehirten Eumaios seinen von Athene in einen Bettler verwandelten Vater. Dieser gab sich ihm zu erkennen,[5] und Telemachos stand ihm hierauf bei der Tötung der Freier um Penelope bei.

Telemachos’ spätere Geschichte wird verschieden erzählt: Nach der Telegonie werden er und Penelope nach dem Tod des Odysseus von seinem Halbbruder Telegonos nach Aiaia mitgenommen, wo ihn Kirke zum Mann nimmt und Telegonos Penelope heiratet.[6] Kirke schenkt Telemach und Penelope die Unsterblichkeit. Nach einer anderen Sagentradition, die z. B. Hellanikos wiedergab, reist Telemachos zu den Phaiaken, wo er sich in Nausikaa verliebt und diese ehelicht.[7] Die beiden zeugen den Ptoliporthos, nach anderen Quellen Persepolis (auch Perseptolis). Laut Hesiod ist Persepolis jedoch einer Ehe zwischen Telemachos und Nestors Tochter Polykaste entsprungen.[8]

Telemachos als Gegenstand von Musik, Theater, Malerei und LiteraturBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Homer, Odyssee 4,112
  2. Homer, Odyssee 1, 105
  3. Homer, Odyssee 1,284–285
  4. Homer, Odyssee 4,846–847
  5. Homer, Odyssee 16,187
  6. Hyginus Mythographus, Fabulae 127
  7. Hellanikos von Lesbos, FGrHist 4 F 156 (Jacoby); Aristoteles bei Eustathios, 1796, 42.
  8. Hesiod bei Eustathios, Kommentar zur Odyssee 1796, 93.

WeblinksBearbeiten