TWIP-Stahl

Austenit-Stahlsorte

TWIP-Stahl (englisch Twinning Induced Plasticity, zu deutsch durch Zwillingsbildung induzierte Plastizität) ist eine Austenit-Stahlsorte, bei der bei plastischer Verformung wegen einer relativ geringen Stapelfehlerenergie von 18–45 mJ/m² eine intensive Zwillingsbildung stattfindet. Dieser Vorgang findet schon bei geringer Belastung (~ 300 MPa) statt und verfestigt den Stahl, wobei die Bruchdehnung über 60 % liegt. Wegen dieser Eigenschaften ist er vorgesehen zur Herstellung von Karosseriebauteilen in der Automobilindustrie, insbesondere in der Knautschzone. Größte Hürde für den Einsatz im Automobilbau ist seine Neigung zu verzögerter Rissbildung auf Grund von Wasserstoffversprödung.

Chemische EigenschaftenBearbeiten

TWIP-Stahl besitzt einen Kohlenstoffgehalt von etwa 0,6 %. Als Legierungselemente kommen Mangan (25–30 %), Aluminium und Silizium (bis 2 %) zum Einsatz[1]. Entsprechend seinem Hauptlegierungselement wird der TWIP-Stahl auch Hoch-Mangan-Stahl genannt.

Mechanische EigenschaftenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Patent DE102008020757: Verfahren zur Umformung von Blechwerkstücken aus Eisen-Mangan-Stahl. Angemeldet am 18. April 2008, veröffentlicht am 6. November 2008, Anmelder: Volkswagen AG, Erfinder: Martin Glatzer, Jürgen Kiese, Uwe Paar.