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Die Staatsbauschule München war eine praxisorientierte Studieneinrichtung in München.

Staatsbauschule München an der Kreuzung Karl-/Barerstraße
Innenhof der Hochschule München, Campus Karlstraße

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Staatsbauschule München ging 1909 aus der 1823 gegründeten Münchner Baugewerksschule hervor. Als Fachbereiche für Architektur und Bauingenieurwesen wurden diese der 1971 gegründeten Fachhochschule München angeschlossen. Die Fachhochschule München wiederum erfuhr in den letzten Jahren gleich mehrere Umbenennungen: Seit dem Wintersemester 2007/08 wurde sie zur „Hochschule für Angewandte Wissenschaften – FH München“, kurz: "Hochschule München", bzw. "HM". Ab dem 23. Februar 2010 wurde sie zur „Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München“ und ab dem 28. Oktober 2011 führt sie den Namen „Hochschule für angewandte Wissenschaften München“.

GebäudeBearbeiten

Der für die Staatsbauschule errichtete und bis heute nach ihr bezeichnete Gebäudekomplex an der Karlstraße/Barer Straße in der Münchner Maxvorstadt ist als Baudenkmal unter Aktennummer D-1-62-000-7830 in der Bayerischen Denkmalliste aufgeführt.[1]

Architekten des in den Jahren 1954 bis 1957 erbauten und 1968 bis 1970 erweiterten Gebäudes waren Franz Ruf (jüngerer Bruder von Sep Ruf), Adolf Peter Seifert und Rolf ter Haerst. Das Haus der Bayerischen Geschichte würdigt die Architektur als musterhaft für die Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg:

„Fein gegliederte Mauerflächen neben verputzten Fensterflächen und verschiedene Werkstoffe beleben den Rasterbau. Die Frontverkleidung des Verwaltungsbaus mit Natursteinplatten gibt ihm mit seinen weißen Fenstern eine noble Flächenwirkung, ohne die Körperlichkeit des großen Kubus zu stören.[2]

Sitz von drei Fakultäten der Hochschule MünchenBearbeiten

Im Gebäude sind heute die Fakultäten für Architektur, für Bauingenieurwesen und für Geoinformation der Hochschule angesiedelt, die 1.500 Studierende betreuen. Im Juni 2012 wurde bekannt, dass der Freistaat Bayern die Verlegung der Lehreinrichtungen und den Verkauf des Grundstücks plant, was den Abriss des Bauwerks bedeuten könnte.[3]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Staatsbauschule München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1] Datenblatt der Bayerischen Denkmalliste
  2. http://www.hdbg.de/wiederaufbau/obb/obb_detailansicht-008.php
  3. Alfred Dürr: „Bedrohtes Denkmal“, in: Süddeutsche Zeitung vom 2./3. Juni 2012

Koordinaten: 48° 8′ 34,2″ N, 11° 34′ 6,2″ O