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St.-Altfrid-Kirche (Essen)

Kirchengebäude in Essen
St.-Altfrid-Kirche mit Kirchturm

Die St.-Altfrid-Kirche ist eine 1984 errichtete katholische Filialkirche im Essener Stadtteil Freisenbruch. Namensgeber ist der heilige Altfrid, einer der Bistumspatrone des Bistums Essen. Sie ist die einzige ihm geweihte Kirche im Bistum Essen. Zum Zeichen des damaligen Zechensterbens lehnt sich der Kirchturm bewusst an die Konstruktion eines Fördergerüstes an.

GeschichteBearbeiten

Bereits 1971 wurde das Seelsorgezentrum St. Altfrid auf dem Grund des Bauern Schulte-Vieting errichtet. Vormals sollte die Kirche auf einem ehemals gegenüberliegenden Parkplatz (heute Vitushaus) errichtet werden. Aus Kostengründen einigte man sich mit dem Bistum Essen auf eine kleinere Lösung.

Nach einem Gottesdienst am 16. August 1984, konnten mit dem ersten Spatenstich die Baumaßnahmen zur St.-Altfrid-Kirche begonnen werden, so dass am 2. Februar 1985 schließlich planungsmäßig der Grundstein gelegt wurde. Dieser besteht aus massivem Sandstein, dem Altfrid-Monogramm, der Jahreszahl 1984 und befindet sich noch heute gut sichtbar in der Nähe des Altars.

Am 21. Mai 1985 wurde das Richtfest gefeiert, der Richtkranz gesegnet und mit einem Baukran über die künftige Altfridkirche gehievt.

Seit 1978 existiert ein gleichnamiger Pfadfinderstamm der DPSG in den Jugendräumen der Gemeinde.[1]

AusstattungBearbeiten

KirchturmBearbeiten

Die Idee der damaligen Gemeinde war es, im Zeichen der Zechenschließungen, ein Fördergerüst als Kirchturm zu erwerben. Allerdings stellte man schnell fest, dass Abbau, Transport und Wiederaufbau zu teuer würden und des Weiteren die Statik nicht stimme. Man entschied sich aufgrund dieser Tatsachen und einer Spende von Franz Kardinal Hengsbach in Höhe von 10.000 DM für eine kostengünstigere Neukonstruktion. Dazu musste das Fundament mit viel Stahl erweitert werden. Bei großem Medienaufgebot wurde der Kirchturm schließlich auf zwei Tiefladern am 28. Januar 1987 geliefert.

Der Turm soll nun an die Vergangenheit des Ruhrgebiets erinnern und der Hahn die Wachsamkeit und unsere mögliche Untreue (Petrus) symbolisieren.

AltfridkreuzBearbeiten

Mit einer Höhe von 2,7 Metern und einem Wert von damals 3.850 DM, steht heute ein Kreuz aus Buntsandstein neben dem Haupteingang der Kirche. Eingraviert sind das Altfrid-A sowie der Text „Errichtet im Jahr des Hl. Altfrid 874-1974. Heiliger Altfrid, bitte für uns.“. Als Entwurfsvorlage diente ein germanisches Steckkreuz, so wie es auf der Grabplatte des Bilo 11. Jahrhundert im Kreuzgang des Essener Münsters vorgezeichnet war. Das Altfrid-A stammt von Bischof Franz Kardinal Hengsbach, welches er in die Planzeichnung einband.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Kirchenführer der Katholischen Kirchengemeinde St. Altfrid Essen-Steele-Freisenbruch-Süd, Dechant Hermann Josef Preis

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten