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Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg

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Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. Aktiengesellschaft (SWG Freiberg)
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 22. Juni 1992
Sitz Freiberg / Sachsen
Leitung

Tom-Hendrik Runge

Mitarbeiterzahl

44

Branche Immobilien/Wohnungswirtschaft
Website www.wohnungsgesellschaft.de
Stand: 2014

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. Aktiengesellschaft (SWG Freiberg) ist ein kommunales Wohnungsunternehmen mit Sitz in Freiberg/Sachsen. Aktionäre des Unternehmens sind die Stadt Freiberg (81,5 %) und die Sparkasse Mittelsachsen (18,5 %). Das Hauptgeschäftsfeld der SWG Freiberg ist die Bewirtschaftung eigener und angemieteter Wohnungen, von Gewerbeobjekten und anderen Verwaltungseinheiten in der Universitätsstadt Freiberg.[1]

Inhaltsverzeichnis

UnternehmenBearbeiten

 
Altstadt von Freiberg

Das Hauptgeschäftsfeld der SWG Freiberg ist die Bewirtschaftung eigener und angemieteter Wohnungen, Gewerbeobjekte und anderer Verwaltungseinheiten in der Universitätsstadt Freiberg. Zum Kernbestand zählen insgesamt 4.174 eigene Wohnungen und 48 eigene Gewerbeeinheiten sowie 490 angemietete Wohnungen. Darüber hinaus verwaltet die SWG Freiberg 3.599 Pkw-Stellplätze, Garagen, Pachtverträge und sonstige Verwaltungseinheiten. Die Portfoliostruktur ist geprägt von Bauten unterschiedlichster Bauepochen.

 
Saniertes Wohngebäude in industrieller Bauweise

Die kommunalpolitische Aufgabe der Gesellschaft besteht vorrangig darin, eine sozial verantwortliche Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Im Rahmen der Aufgabenstellung aus dem Gesellschaftsvertrag unterstützt das Unternehmen zudem Maßnahmen der Stadtentwicklung und Wohnumfeldgestaltung. Unter direkter und indirekter Beteiligung an Partnerunternehmen bewirtschaftet die SWG Freiberg zudem Immobilien auf technischem und kaufmännischem Gebiet und erbringt im Geschäftsbereich DIWO Dienstleistungen für die Wohnungswirtschaft bis hin zur kompletten Geschäftsbesorgung und Betriebsführung für andere Wohnungsunternehmen und Immobilieneigentümer.

GeschichteBearbeiten

 
Historisches Wohnquartier in der Altstadt von Freiberg

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die meisten privaten Immobilieneigentümer enteignet und gemeinsam mit staatlichen Immobilien in Volkseigentum überführt. Bis zum 31. Dezember 1957 wurde der kommunale Wohnungsbestand in Freiberg vom Rat der Stadt selbst verwaltet. Mit der Ausgliederung zum 1. Januar 1958 wurde auch in Freiberg dieses Aufgabengebiet in die Hände eines neu zu gründenden volkseigenen Betriebes gegeben. Dies war die Geburtsstunde des VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Freiberg. Von Beginn an befand sich der Firmensitz in der Beuststraße 1. Seinen größten Bestand hatte der Betrieb, der mittlerweile in VEB Gebäudewirtschaft Freiberg umbenannt wurde, Ende der 1980er Jahre mit rund 13.000 Verwaltungseinheiten.

Nach der politischen Wende bestand die Aufgabe darin, wohnungswirtschaftlich genutzte Immobilien, die sich in Rechtsträgerschaft der Stadt Freiberg befanden, in ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen zu überführen. Mit Gesellschaftsvertrag vom 22. Juni 1992 wurde die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. mbH gegründet. 100-prozentige Gesellschafterin war die Stadt Freiberg. Hauptaugenmerk des Unternehmens war zu dieser Zeit die umfassende Sanierung des übernommenen Wohnungsbestandes. Zur Finanzierung der Investitionen bedurfte es neben staatlichen Fördermitteln zunehmend alternativer Finanzierungsformen. Diese wurden in Form von Verkäufen eigener Bestände und der Auflage erster geschlossener Immobilienfonds durch die damalige Bayrische Vereinsbank aufgebracht.

Durch laufende, nachhaltige Instandsetzungen und Instandhaltungen befindet sich der gesamte bewirtschaftete Immobilienbestand der SWG Freiberg in einem zeitgemäßen und nachfragegerechten Zustand. Im Zusammenwirken mit einer ausgeprägten Kunden- und Dienstleistungsorientierung konnte die Vermietungsquote stets auf hohem Niveau gehalten werden. Die aktuelle Leerstandsquote von 5,6 Prozent im gesamten eigenen und bewirtschafteten Wohnungsbestand stellt einen vergleichsweise niedrigen Wert im Vergleich zum ostdeutschen Wohnungsmarkt dar.[2]

BeteiligungenBearbeiten

Stadtbau Freiberg GmbHBearbeiten

Die Stadtbau Freiberg GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der SWG. Zwischen beiden Gesellschaften besteht seit dem 15. August 2002 ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag. Die Stadtbau Freiberg GmbH ist seit 1991 Sanierungsträgerin der Stadt Freiberg.

Ökologische NachhaltigkeitBearbeiten

Die SWG Freiberg prüft und realisiert alternative Energiekonzepte. Im eigenen Wohnungsbestand realisierte die SWG bisher folgende Pilotprojekte:

PhotovoltaikBearbeiten

Installation von Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 77.000 kWh pro Jahr auf Dächern der Wohnanlagen Karl-Kegel-Straße 39–47 und Franz-Kögler-Ring 38–46, wodurch eine Verringerung der CO2-Emission um 20 Tonnen pro Jahr erzielt wird. Betreiberin der Anlagen ist die Stadtwerke FREIBERG AG.

GeothermieBearbeiten

Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles Talstraße 5, 7, 9 in der Freiberger Altstadt unter Einsatz einer Erdwärmeanlage deckt den durchschnittlichen Gesamtwärmemengenbedarf von rund 21.000 kWh pro Jahr für Heizung und Warmwasser für zwölf Wohnungen ab und bringt eine Verringerung der CO2-Emission um 1,5 Tonnen pro Jahr.

SolarthermieBearbeiten

Die Sanierung des stadtbildprägenden Gebäudes Obermarkt 7 mit Installation einer Solarkollektoranlage zur Energiegewinnung für die Wärmeversorgung der Wohnungen und der Gewerbefläche in Verbindung mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erzielt eine Verringerung der CO2-Emission um 20 Tonnen pro Jahr. Die Sanierung des Wohngebäudes Bergstiftsgasse 22 auf Niedrigenergiehausstandard durch Einsatz einer Solarthermie-Anlage in Verbindung mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung führt zu einer Verringerung der CO2-Emission um 28 Tonnen pro Jahr.

Kraft-Wärme-KopplungBearbeiten

Der Betrieb einer Nahwärmezentrale mit Blockheizkraftwerk auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung im Wohnquartier Frauensteiner Straße 104–110 und Dammstraße 51/53 dient der Versorgung mit Heizung und Warmwasser für 48 Wohnungen. Die erzeugte Wärmemenge beträgt 260.000 kWh/Jahr, die Stromerzeugung 122.000 kWh/Jahr. Betreiberin der Anlage ist die Stadtwerke FREIBERG AG.[3]

Soziale NachhaltigkeitBearbeiten

Im Leitbild der Stadt Freiberg ist die Leitlinie „Familienfreundliche und soziale Stadt im 21. Jahrhundert“ verankert. Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als städtisches Wohnungsunternehmen wird die SWG Freiberg durch ihr gesamtheitliches bürgerschaftliches Engagement gerecht. Mit gezielten Maßnahmen setzt sich das Unternehmen für den weiteren Ausbau der Rahmenbedingungen für mehr Familienfreundlichkeit ein. Das Unternehmen ist Gründungsmitglied und Mitglied im Bündnisbeirat des Freiberger Bündnisses für Familienfreundlichkeit.[4]

Weitere Initiativen: Als eines der ersten Wohnungsunternehmen in Deutschland hat die SWG Freiberg seit 2010 eine Kinderfreundliche Hausordnung im eigenen Wohnungsbestand eingeführt. Das Unternehmen unterhält rund 40 eigene Spiel- und Freizeitplätze in der Stadt Freiberg, darunter den SWG-Freizeittreff und den Park der Generationen. Die SWG Freiberg ist Mitglied im Stifterrat der Stiftung „TU Bergakademie Freiberg“ und im Spendenbeirat des HilfeFonds „Familien in Not“.[5]

Überregionale EinbindungBearbeiten

Die SWG Freiberg ist seit ihrer Firmierung Mitglied im vdw Sachsen- Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. und engagiert sich hier in unterschiedlichen Fachausschüssen; Dachverband des Landesverbandes ist der GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. Die SWG Freiberg unterstützt aktiv die DESWOS – Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e. V. Diese Einrichtung ist im GdW verwurzelt und entwickelt und unterstützt zahlreiche humanitäre Projekte in der ganzen Welt. Mit der Mitgliedschaft im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und dem Engagement in der Bundesinitiative Lokale Bündnisse für Familie pflegt das Unternehmen den überregionalen Erfahrungsaustausch.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.wohnungsgesellschaft.de/unternehmen/struktur (Gesehen: 13. Juni 2012, 14:31 Uhr)
  2. SWG Geschäftsbericht 2011, S. 25
  3. SWG Geschäftsbericht 2011, S. 34f
  4. http://www.wohnungsgesellschaft.de/engagement-fuer-freiberg/freiberger-buendnis-fuer-familienfreundlichkeit@1@2Vorlage:Toter Link/www.wohnungsgesellschaft.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Gesehen: 13. Juni 2012, 16:21 Uhr)
  5. http://www.wohnungsgesellschaft.de/kundenservice/kinderfreundliche-hausordnung (Gesehen: 13. Juni 2012, 16:22 Uhr)
  6. SWG Geschäftsbericht 2011, S. 39