Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Sprechrolle

Opern-Rolle, die nur aus gesprochenem Text besteht und nichts zu singen hat
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Eine Sprechrolle bezeichnet in Opern eine Rolle, die nur aus gesprochenem Text besteht und nichts zu singen hat. Meistens sprechen diese Personen nur in den Dialogen zwischen den Musiknummern; wenn Musik und gesprochener Text zugleich erklingen, ist es ein Melodram.

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gab es noch keine scharfe Trennung zwischen Schauspielern, Sängern und Tänzern. Die Schauspieler und Tänzer wurden je nach stimmlichen und gesanglichen Fähigkeiten auch in der Oper eingesetzt. Kleine Sprechrollen gibt es in vielen Singspielen, es sind Boten, Diener, Wirte oder ähnliche Figuren, die nur für den Handlungsablauf von Interesse sind.

Größere Sprechrollen in Opern konnten für bekannte Schauspieler vorgesehen sein, so wie die pantomimischen Rollen etwa in der Stummen von Portici für Tänzer gedacht sein konnten. Es sind oft Figuren, die außerhalb stehen oder besonders erhaben sind, so der Herrscher Bassa Selim in Mozarts Entführung oder Puck in Benjamin Brittens Oper A Midsummer Night's Dream. Die sogenannten 3.-Akt-Komiker in der Wiener Operette waren ausgedehnte Sprechrollen mit der Möglichkeit zur Improvisation.

Eine gesprochene Titelrolle einer Oper ist Ferruccio Busonis Arlecchino aus Arlecchino oder die Fenster. In George Gershwins Porgy and Bess haben alle weißen Personen Sprechrollen, was sie deutlich von der Welt der Afroamerikaner trennt.