Der Spitze-Tal-Wert oder die Schwingungsbreite (Schwankung)[1][2][3] gibt in der Schwingungslehre die Höhe der Auslenkung einer Größe vom niedrigsten Wert bis zum höchsten Wert während einer Periode an. Eine frühere Bezeichnung war Spitze-Spitze-Wert. Bei symmetrischen Wechselgrößen entspricht der Spitze-Tal-Wert dem doppelten Maximalwert.

Sinus-Wechselspannung:
1 = Amplitude,
2 = Spitze-Tal-Wert,
3 = Effektivwert,
4 = Periodendauer

Der Spitze-Tal-Wert einer elektrischen Spannung kann mit dem Oszilloskop gemessen werden als Differenz zwischen Maximalwert und Minimalwert. Die Schwingungsbreite einer Wechselspannung ist die Summe der maximalen Spannung der positiven Halbschwingung und des Betrages der minimalen Spannung der negativen Halbschwingung.

Die Angabe ein konkreten Wertes eines Signals muss enthalten, um welche Größe es sich handelt. Gemäß[3] werden unterschieden am Beispiel einer Spannung

  • der Augenblickswert
  • der Maximalwert (bei beliebiger periodischer Spannung), der Scheitelwert (bei beliebiger Wechselspannung) oder die Amplitude (bei sinusförmiger Wechselspannung) oder
  • der Spitze-Tal-Wert   oder
  • der Effektivwert oder

Beispiel: Die sinusförmige europäische Netzspannung beim Privatverbraucher wird als Effektivwert = 230 V angegeben. Sie hat einen Scheitelwert von = 325 V und eine Schwingungsbreite von = 650 V.

Die Angaben gelten nur für periodische Vorgänge und nicht für Einschwingvorgänge.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IEC 60050, siehe DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE: Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch – IEV.
  2. DIN 5483-1:1983: Zeitabhängige Größen; Benennungen der Zeitabhängigkeit.
  3. a b DIN 40110-1:1994: Wechselstromgrößen; Zweileiter-Stromkreise.