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Soziale Insekten

Insektengruppen, die in Kolonien leben
Bienen

Unter sozialen Insekten versteht man Insektenarten, die in Gruppen oder Vergesellschaftungen aus Individuen derselben Art zusammenleben, wenn die Individuen miteinander interagieren, insbesondere Formen der Kommunikation evolviert haben, und wenn dies zum Vorteil der beteiligten Individuen ist. Für einige Forscher ist es schon ausreichend für die Definition, wenn die Individuen Gruppen oder Aggregationen bilden, die evolutiv vorteilhaft sind, auch wenn keine Kommuniktionsmechanismen bestehen.

Soziales Verhalten bei Insekten tritt in vielen Formen auf. Die am höchsten integrierte Form der Zusammenarbeit zwischen Individuen wird als eusozial bezeichnet. Die Terminologie ist dabei nicht ganz eindeutig, da einige Forscher den Begriff der Eusozialität ablehnen und selbst nicht verwenden. Früher wurden alle eusozialen Insekten einfach als sozial bezeichnet. Neue Begriffe wurden eingeführt, um eine Ordnung in die verwirrende Vielfalt der sozialen Systeme bei verschiedenen Arten zu schaffen.

Eusozial sind alle Insektengruppen, die kooperativ in Kolonien leben und eine Arbeitsteilung zwischen unterschiedlichen Kasten kennen. Dazu gehören u. a. Termiten, Ameisen, viele Bienen- und etliche Wespenarten.

Sie stellen zwar nur 2 % der Insektenarten, aber bilden die Hälfte der Biomasse der Insekten.[1]

Das Gegenstück zu sozialen Insekten sind solitäre Insekten.

LiteraturBearbeiten

  • James T. Costa: The Other Insect Societies. Harvard University Press, 2006. ISBN 978 0674021631.
  • Edward 0. Wilson: The Insect Societies. Cambridge, Mass., Belknap Press of Harvard University Press, I971. ISBN 0674454901

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dénes Lörinczy: The Nature of Biological Systems as Revealed by Thermal Methods. Springer Science, 2006, S. 250–283 (englisch).