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Siegfried Schott

deutscher Ägyptologe, Grafiker, Maler und Dichter

Siegfried Schott (* 20. August 1897 in Berlin; † 29. Oktober 1971 in Innsbruck) war ein deutscher Ägyptologe.

Er studierte Ägyptologie in Heidelberg, wo er 1926 mit der Arbeit Untersuchungen zur Schriftgeschichte der Pyramidentexte promoviert wurde. Bereits in den frühen 1920er Jahren war er als Maler, Grafiker und Dichter tätig und schrieb für das Publikationsorgan des Expressionismus Kündungen.[1] 1938 wurden vier Arbeiten von ihm auf der Berliner Ausstellung Entartete Kunst gezeigt.[2]

Von 1929 bis 1931 arbeitete er als Assistent am Ägyptischen Museum in Berlin und am Deutschen Archäologischen Institut in Kairo (1929–1931), anschließend bis 1937 war er als Epigraphiker am Oriental Institute der Universität Chicago in Luxor tätig. 1938 wurde Schott in Göttingen habilitiert und übernahm nach der Entlassung von Hermann Ranke 1938 die Vertretung der Heidelberger Professur, von 1938 bis 1943 als Dozent, von 1943 bis 1945 als außerplanmäßiger Professor. Seine Tätigkeit in Heidelberg wurde allerdings durch den Kriegsdienst 1939 bis 1942 in Nordafrika unterbrochen. Nach 1945 wurde er wegen seiner Mitgliedschaft in verschiedenen NS-Organisationen (unter anderem seit dem 1. November 1932 in der NSDAP) entlassen. Von 1952 bis 1957 war Schott außerordentlicher, von 1957 bis 1966 ordentlicher Professor für Ägyptologie an der Universität Göttingen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Museum of Modern Art in New York besitzt Werke des Künstlers aus dieser Zeit.Internetseite MoMA.
  2. Beleg fehlt.