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Gliederung örtlicher SHD, 1940
Tätigkeitsabzeichen an der SHD-Dienstbekleidung (LDv 788, Entwurf, 1941)
LF 25 des SHD nach Luftangriff auf das Messegelände Köln (30. Mai 1942)

Der Sicherheits- und Hilfsdienst (SHD) war im Zweiten Weltkrieg ein Aufgabenbereich des Luftschutzes (LS), der im Deutschen Reich ab 1940 für den Einsatz nach Luftangriffen aufgebaut wurde.

In der Ersten Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz wurde in § 2 die Organisation des SHD geregelt. In Luftschutz-Orten war die Polizei für den SHD zuständig. Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes, der Technischen Nothilfe sowie des Feuerlösch-, Gesundheits- und Bauwesens wurden für den SHD in Anspruch genommen.

Die Zahl der Einheiten richtete sich nach der Größe sowie nach der angenommenen Luftempfindlichkeit der Orte in Bezug auf Zahl und Wichtigkeit ihrer Industrien, ihrer Verkehrsanlagen, militärischen Einrichtungen, wichtigen öffentlichen Verwaltungen und strategischen Bedeutung.

Fachdienste des SHD waren:

Die Reichsanstalt für Luftschutz stelle 1940 die Gliederung des örtlichen Sicherheits- und Hilfsdienstes graphisch dar. In jedem Luftschutzort gab es Bereitschaftskräfte und eine Ausfüllreserve. Mehrere Luftschutz-Gruppen waren in Luftschutz-Abschnitte aufgeteilt. In den Luftschutz-Revieren bildeten die Polizei, die Feuerwehr, Bergungs- und Sanitätstruppen und Luftschutzhelfer des Reichsluftschutzbundes die Einsatzkräfte.

LiteraturBearbeiten

  • Erich Hampe: Der zivile Luftschutz im Zweiten Weltkrieg. Dokumentation und Erfahrungsberichte über Aufbau und Einsatz. Verlag Bernard und Graefe, Frankfurt am Main 1963. bva.bund.de (PDF; Auszug, 23 S.)
  • Hubert Darsow, Berthold Fokken, Friedrich Nicolaus: Kommentar zum Luftschutzgesetz und den Durchführungsbestimmungen. Beck-Verlag, München 1943