Sex and Breakfast

Film von Miles Brandman (2007)

Sex and Breakfast ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2007. Regie führte Miles Brandman, der auch das Drehbuch schrieb.

Filmdaten
Deutscher TitelSex and Breakfast
OriginaltitelSex and Breakfast
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2007
Längeca. 81 Minuten
Stab
RegieMiles Brandman
DrehbuchMiles Brandman
ProduktionAndrew Adelson,
Michael Brandman,
Chip Diggins
MusikDanny Exum
KameraMark Schwartzbard
SchnittDana Shockley
Besetzung

HandlungBearbeiten

Im Kern handelt der Film von zwei jungen Paaren mit sexuellen Problemen, die sie mittels Partnertausch lösen wollen, sich aber stattdessen darüber Gedanken machen müssen, auf welche andere Art sie ihre Beziehung wieder in Gang setzen.[1] Bei dem Paar Ellis (Kuno Becker, u. a. die Trilogie Goal!) und Renee (Eliza Dushku, bekannt als „Faith“ aus Buffy) ist es vorrangig die Langeweile – die sie beispielsweise mit Fallschirmspringen zu übertünchen versuchen –, die ihr Liebesleben hemmt. Zudem hat Renee unausgelebte lesbische Fantasien, wie sie gesteht.[2][3] Bei James (Macaulay Culkin, u. a. Kevin allein zu Haus) und Heather (Alexis Dziena, u. a. Sharon Stones Tochter „Lolita“ in Broken Flowers) sind es dagegen handfeste Probleme – sie hat ein Problem damit, zum Orgasmus zu kommen. Beide Paare suchen die Dienste der Sexualtherapeutin Dr. Wellbridge (Joanna Miles) auf, deren therapeutischer Lösungsansatz insbesondere aus dem Propagieren von Partnertausch und Orgien besteht.[3]

Die Sexszenen selbst sind vergleichsweise kurz, vielmehr werden die Paare dabei gezeigt, wie sie miteinander reden. Dabei kommt es einer Reihe von Pannen, angeheizt durch Eifersucht, Verwirrung und Unsicherheiten. Am Ende entdeckt das eine Paar erneut den Wert der Liebe und der Beziehung, während die Partnerschaft des anderen Paares in die Brüche geht.[4][5]

KritikenBearbeiten

John Anderson schrieb in der Zeitschrift Variety vom 3. Dezember 2007, der Film biete gequälte Gespräche und weniger Sex, als der Titel es nahelegen könne. Die Vorführung in nur einem Kino in Los Angeles scheine den Tod „der ganzen Affäre“ zu verkünden. Die Darstellungen seien gut, besonders jene der glaubwürdig wirkenden Alexis Dziena, jene der „charmanten“ Eliza Dushku und jene des „charismatischen“ Kuno Becker.[2] Auf die geringe Ausgewogenheit der beiden gleichberechtigt im Titel stehenden Aspekte zielten auch andere Rezensenten ab. Zudem wurde eine „fast endlose Reihe von faden, jammernden, nirgendwo hingehenden Gesprächen und Wegwerfsequenzen“ bemängelt, die schließlich zu dem unvermeidlichen Sextreffen führe.[6]

Stephen Farber schrieb in der Zeitschrift The Hollywood Reporter vom 21. November 2007, der Film bringe das Publikum zum Gähnen. Er erweise sich als „schwülstig“ und „gegenstandslos“. Die traditionellen Probleme des US-amerikanischen Publikums mit dem Thematisieren der Sexualität würden geringe Erfolge an den Kinokassen bewirken. Die wenigen Zuschauer, die sich wegen des Titels in die Kinos „hereinschleichen“ würden, würde der Film enttäuschen, weil er nicht viel Haut zeige. Die Darsteller seien fotogen und würden ihre eindimensionale Rollen gut spielen. Die Kameraarbeit sei „hübsch“; die Filmsets seien minimalistisch, aber gut gewählt.[3]

Im Gegensatz dazu hebt der Rezensent von MTV lobend hervor, dass der Film junge Erwachsene zeige, die sich auf erwachsen verhalten würden, und es sich um vier talentierte Schauspieler handele, die alle ausreichend Zeit auf dem Schirm hätten. Gleichwohl gebe es deutliche Schwächen im Skript, die es ihm verunmöglichen würden, sich die Beweggründe und Motive der Charaktere zu erarbeiten.[7]

Bei dem Aggregator Rotten Tomatoes wurden elf Profikritiken gezählt, von denen lediglich eine „fresh“ sei und zehn „rotten“, was einem Wert von 9 % auf dem „Tomatometer“ entspricht. Die Nutzer selbst zeigte sich deutlich wohlwollender: Bei einem Stand von rund 4.100 Stellungnahmen (Stand November 2018) mochten 21 % den Film.[8]

HintergründeBearbeiten

Anfang August 2006 wurde bekannt, dass Macauley Culkin in dem Film mitspielt, seiner ersten relevanten Rolle seit dem 2004er-Werk Saved! – Die Highschool-Missionarinnen.[9] Der Film wurde in Los Angeles im August und September 2006 gedreht.[10][11] Nach einer Vorführung am 2. November 2007 auf dem American Film Market wurde der Film seit dem 30. November 2007 in einem Kino in Los Angeles gezeigt. Am 22. Januar 2008 ist eine Veröffentlichung in den USA als DVD erschienen.[2][12]

TriviaBearbeiten

Nach Abschluss der Dreharbeiten nahm Macauley Culkin für zehn Jahre keine größeren Rollen mehr an. Erst 2017 war er bei Changeland, dem Regiedebüt von Seth Green, der gemeinsam mit Breckin Meyer auch zu den Darstellern gehörte, wieder an einer nennenswerten Produktion beteiligt.[13]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sex and Breakfast (2007). In: letterboxd.com. Abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  2. a b c John Anderson: Sex and Breakfast. In: variety.com. 29. November 2007, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  3. a b c Stephen Farber: Sex and Breakfast. In: hollywoodreporter.com. 20. November 2007, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  4. Sex and Breakfast - Movie Synopsis, Summary, Plot & Film Details. In: filmjabber.com. Abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  5. Dave Strohler: : Sex and Breakfast (2008) Movie Review. In: popentertainment.com. 2. Februar 2008, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  6. Christopher Null: Sex and Breakfast Review. In: contactmusic.net. 9. Januar 2015, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  7. Cole Drumb: Sex and Breakfast: Review. In: mtv.com. 25. Januar 2008, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  8. Sex and Breakfast. In: rottentomatoes.com. 29. November 2007, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  9. Daniel Saney: Macaulay Culkin has 'Sex and Breakfast'. In: digitalspy.com. 3. August 2006, abgerufen am 10. November 2018.
  10. Filming locations für Sex and Breakfast, abgerufen am 8. Januar 2008
  11. Box office / business für Sex and Breakfast, abgerufen am 8. Januar 2008
  12. [1]
  13. Zoe Papadakis: Macaulay Culkin Making First Movie in 10 Years. In: newsmax.com. 26. Juni 2017, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).

WeblinksBearbeiten