Als Setzbord, Wasserbord oder Schälbord bezeichnet man im Bootsbau ein erhöhtes Bord.

Wahrscheinlich geht das Setzbord historisch darauf zurück, dass man Einbäume durch Aufsetzen von Planken auf die Bordwand vergrößert hat. Setzborde finden sich bereits an Einbäumen aus römischer Zeit, wie beispielsweise die Funde im holländischen Zwammerdam belegen.[1] Eine andere Möglichkeit hierzu bestand darin, den Einbaum längs aufzutrennen und durch Einbau eines breiteren Bodens zu vergrößern, wodurch ein prahmartiges Schiff entstand.[2] Im mittelalterlichen Schiffstyp des Oberländers wurde sowohl das Setzbord verwendet wie auch die Auftrennung in Längsrichtung.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Curt Eichler: Vom Bug zum Heck. 3. Auflage. Verlag Klasing, Bielefeld / Berlin 1954, S. 320.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Maarten Derk de Weerd: Römische Schiffsfunde von Zwammerdamm: Lehren aus einer alten Grabung. (PDF; 727 kB) In: Skyllis – Zeitschrift für Unterwasserarchäologie, 4, 2001, S. 96–111.
  2. Mensch und Wald – Handblätter für Besucher. Spessartmuseum, Lohr am Main 1994.