Sesuvium

Gattung der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae)

Sesuvium ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Die Herkunft des botanischen Namens der Gattung ist unklar.

Sesuvium
Sesuvium portulacastrum

Sesuvium portulacastrum

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Mittagsblumengewächse (Aizoaceae)
Unterfamilie: Sesuvioideae
Gattung: Sesuvium
Wissenschaftlicher Name
Sesuvium
L.

BeschreibungBearbeiten

Die Arten der Gattung Sesuvium sind einjährige bis ausdauernde, ausgestreckt bis aufsteigend wachsende krautige oder strauchige Pflanzen, die eine kurze Pfahlwurzel besitzen. Die gegenständigen, gestielten Laubblätter sind mehr oder weniger gleich geformt. Ihre Blattspreite ist fast zylindrisch bis ellipsenförmig oder umgekehrt eiförmig. Die Epidermis enthält Blasenzellen verschiedener Größe.

Die Blütenstiele der einzeln stehenden 5-zipfeligen Blüten können von fehlend bis lang sein. Die pink- bis purpurfarbenen und nur selten weißen Blüten besitzen zwei Brakteen. Es sind 5 bis viele frei oder an der Basis zu einem niedrigen Ring verwachsene Staubblätter vorhanden.

Die 2- bis 5-fächrigen Früchte enthalten zahlreiche mehr oder weniger runde, glänzende, schwarze Samen.

Systematik und VerbreitungBearbeiten

Die Gattung Sesuvium ist weltweit in den Tropen verbreitet.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung wurde 1759 von Carl von Linné in der zehnten Auflage von Systema Naturae veröffentlicht.[1] Der Typusart ist Sesuvium portulacastrum. Nach Heidrun Hartmann umfasst die Gattung Sesuvium folgende Arten:[2]

  • Sesuvium ayresii Marais: Sie kommt auf Mauritius und auf Rodrigues vor.[3]
  • Sesuvium congense Welw. ex Oliv.: Sie kommt im westlichen Angola vor.[3]
  • Sesuvium crithmoides Welw. (Syn.: Sesuvium mesembryanthemoides Wawra & Peyritsch): Congo, Zaire, Provinz Cabinda und westliches Angola.[3]
  • Sesuvium edmonstonei Hook.f. (Syn.: Sesuvium eastwoodianum J.T.Howell): Galapagos-Inseln.[3]
  • Sesuvium hydaspicum (Edgew.) Gonç. (Syn.: Trianthema hydaspicum Edgew., Sesuvium nyasicum (Baker) Gonç.): Sie kommt in Afrika, auf der Arabischen Halbinsel, in Pakistan und in Indien vor.[3]
  • Sesuvium maritimum (Walter) Britton, Sterns & Poggenb.: Sie kommt in den östlichen und zentralen Vereinigten Staaten, in Mexiko, Belize, auf den Bahamas, in Kuba und Puerto Rico vor.[4][3]
  • Sesuvium portulacastrum (L.) L. (Syn.: Sesuvium acutifolium Miq., Sesuvium brevifolium Schumach. & Thonn., Sesuvium distylum Ridl., Sesuvium longifolium Humb. & Bonpl. ex Willd., Sesuvium microphyllum Humb. & Bonpl. ex Willd., Sesuvium parviflorum DC., Sesuvium revolutifolium Ortega, Sesuvium sessile Pers., Sesuvium uvifolium Sessé & Moc.[3]): Sie kommt in Afrika, Asien, Australien, auf den Kanarischen und Kapverdischen Inseln, in Nord-, Mittel- und Südamerika, auf Inseln in der Karibik, in Hawaii, Fidschi, Mikronesien, Guam und den Marshall-Inseln vor.[4]
  • Sesuvium sesuvioides (Fenzl) Verdc.: Westliches Angola, Namibia, Südafrika.[3]
  • Sesuvium trianthemoides Correll: Die Art kam früher im südlich-zentralen Texas vor, sie ist ausgestorben.[3]
  • Sesuvium verrucosum Raf. (Syn.: Sesuvium erectum Correll): Sie kommt ursprünglich in den westlichen und zentralen Vereinigten Staaten und in Mexiko vor und ist auf der Arabischen Halbinsel, im Iran, im Gebiet von Libanon und Syrien, in Vietnam, in Peru und Argentinien, auf den Kanaren, Kapverden und Hawaii ein Neophyt.[4][3]

Neu hinzu kommen noch, wenn man Cypselea in Sesuvium einschließt, folgende Arten:[3]

NachweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Systema Naturae. 10. Auflage, 1759, S. 1058
  2. Heidrun E. K. Hartmann (Hrsg.): Illustrated Handbook of Succulent Plants: Aizoaceae F-Z. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 2001, ISBN 3-540-41691-9, S. 296–301.
  3. a b c d e f g h i j k Datenblatt Sesuvium bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.
  4. a b c Sesuvium im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 22. Oktober 2018.

WeblinksBearbeiten

Commons: Sesuvium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien