Schmalspurbahn Przeworsk–Dynów

Icon tools.svg Dieser Artikel wurde aufgrund von akuten inhaltlichen oder formalen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite des Portals Bahn eingetragen.

Bitte hilf mit, die Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich bitte an der Diskussion. Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gelöscht werden.


Przeworsk Wąskotorowy–Dynów
Strecke der Schmalspurbahn Przeworsk–Dynów
Kursbuchstrecke:119 (1986)
Streckenlänge:45,846 km
Spurweite:760 mm;
ab 1951: 750 mm
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0,000 Przeworsk Wąskotorowy
   
4,7 Mleczka
Haltepunkt, Haltestelle
8,959 Urzejowice
   
10,0 Mleczka Zachodnia
Haltepunkt, Haltestelle
10,950 Krzeczowice
Bahnhof, Station
14,687 Kańczuga
Haltepunkt, Haltestelle
Łopuszka Mała
Haltepunkt, Haltestelle
18,550 Łopuszka Wielka
Haltepunkt, Haltestelle
20,971 Manasterz
Haltepunkt, Haltestelle
25,400 Zagórze k. Kańczugi
Haltepunkt, Haltestelle
28,498 Hadle Szklarskie
Bahnhof, Station
33,062 Jawornik Polski
Tunnel
35,324 Tunnel Szklary (599 m)
Haltepunkt, Haltestelle
Szklary Tunel
Haltepunkt, Haltestelle
37,256 Szklary
Haltepunkt, Haltestelle
42,229 Bachórz Brzozowski
Kopfbahnhof – Streckenende
45,846 Dynów

Die Schmalspurbahn Przeworsk–Dynów ist eine Schmalspurbahn in Polen. Sie verläuft in der Woiwodschaft Karpatenvorland von Przeworsk nach Dynów. Sie wurde 1904 für den Transport von Zuckerrüben zur Zuckerfabrik in Przeworsk eröffnet und wird heute noch als Museumsbahn betrieben.

GeschichteBearbeiten

Vor dem Ersten WeltkriegBearbeiten

 
Bahnhof Kańczuga (2012)

Der Bau und Betrieb der Schmalspurbahn wurde 1894 während der österreichisch-ungarischen Monarchie von den damaligen Besitzern der Ländereien initiiert, nachdem Andrzej Lubomirski die Zuckerfabrik Przew gebaut und in Betrieb genommen hatte.

Die Strecke wurde nach österreichischen Normalien und daher mit bosnischer Spurweite (760 mm) errichtet. Anfangs wurden 44 km der Strecke und sechs Bahnhofs- und Wohngebäude sowie Werkstätten in Przeworsk gebaut. Die Inbetriebnahme und offizielle Eröffnung der insgesamt 46,2 km langen Strecke und der Gebäude fand am 8. September 1904 statt. Der Zuckerfabrikant finanzierte den Bau und die Betriebsmittel und veräußerte sie 1908 an eine in Lemberg ansässige Aktiengesellschaft mit staatlicher Mehrheitsbeteiligung.

Zunächst wurden als Betriebsmittel 3 Dampflokomotiven (Krauss, Uv-Baureihe, Achsfolge C’1), 7 Personenwagen und 45 Güterwagen angeschafft. Nach drei Jahren kamen 6 weitere Güterwagen hinzu. 1910 verfügte die Bahn über 4 Lokomotiven der gleichen Baureihe, 7 Personenwagen und 55 Güterwagen. Nach weiteren drei Jahren wurde der Wagenpark um weitere 10 Güterwagen ergänzt.

Die Eisenbahn transportierte vor allem Zuckerrüben zur Zuckerfabrik sowie andere land- und forstwirtschaftliche Produkte, Kohle, Kies und Steine. Im ersten vollen Betriebsjahr der Eisenbahn (1905) wurden nur 45.007 Fahrgäste befördert, was zu einer schlechten Rentabilität führte. Die Situation wurde in den Folgejahren durch den Ersatz gemischter Züge durch zwei Personenzüge und einen Güterzug verbessert. Ein Jahr später konnten bereits 62.000 Fahrgäste befördert werden, 1908 waren es 85.000. Kurz vor Kriegsausbruch, 1913, nutzten 110.000 Menschen die Schmalspurbahn. Sie konnten in Wagen der 2. und 3. Klasse fahren.

Die meisten Passagiere (90–96 %) fuhren von 1904 und 1913 mit Wagen der 3. Klasse. Nur 2,3 bis 6,1 % der Reisenden benutzten die bequemen Wagen der 2. Klasse. Die restlichen 0,3 bis 3,8 % der Passagiere reisten mit dem Militärtarif. Erst 1913 wurde ein 1.-Klasse-Wagen beschafft.

Im ersten vollen Betriebsjahr der Eisenbahn (1905) wurden Fracht und Güter mit einem Gesamtgewicht von 25.847 t befördert. In den folgenden Jahren kam es zu einer allmählichen Zunahme des Güterverkehrs. 1909 gab es ein Transportaufkommen von 32.000 t. Ein Jahr später wurden 44.100 t transportiert und 1911 wurde mit einem noch besseren Ergebnis abgeschlossen: 48.900 t.[1][2]

Nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

In den 1950er Jahren wurde die Spurweite nominell auf 750 mm geändert. Die PKP haben um 1975 Rollböcke oder Rollwagen für den Transport von Normalspurwagen eingeführt. 1986 wurde die Dampftraktion eingestellt. Bald darauf wurde der reguläre Personenverkehr eingestellt.

Am 30. September 1991 wurden die Schmalspurbahn und ihr Tunnel unter der Nummer A-463 in das Denkmalregister eingetragen.

MuseumsbahnbetriebBearbeiten

 
Personenwagen

Dank eines 2009 gegründeten Verbandes konnte die Stilllegung der Bahnstrecke vermieden werden. Die Przeworska Kolej Dojazdowa verfügt über sechs Lxd2-Lokomotiven, von denen drei betriebsbereit sind und an Wochenenden für den Museumsbahnverkehr eingesetzt werden.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Juni 2020 zerstörte ein Hochwasser beim Dorf Hadle Szklarskie zwei Brücken über die Mleczka und zwei Kilometer der Strecke vollständig. Weitere fünf Kilometer wurden schwer beschädigt. Der Betrieb ist seitdem eingestellt.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Südliches Tunnelportal

Die Bahn ist bekannt für ihren 599 m langen Tunnel, den einzigen auf Schmalspurbahnen mit touristischem Verkehr in Polen.[4] Dieser Tunnel kann mit Holztoren gegen Schneeverwehungen geschützt werden.

Auf der Strecke gibt es sehenswerte Stahlbrücken über den Fluss Mleczka.

In Dynéw wird die Dampflokomotive Px-1734 als Denkmal ausgestellt.

Die wichtigsten LokomotivenBearbeiten

  • Lxd2-257 (betriebsbereit)
  • Lxd2-268 (betriebsbereit)
  • Lxd2-282 (nicht betriebsbereit)
  • Lxd2-334 (betriebsbereit)
  • Lxd2-335 (nicht betriebsbereit)
  • Lxd2-251 (Museumsstück)
  • Px48-1734 (Museumsstück)

WeblinksBearbeiten

Commons: Przeworsk Narrow Gauge Railway – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Andrzej Bożek: Kolej Lokalna Przeworsk-Dynów. In Świat Kolei, Nr. 12/2001 S. 20–23.
  2. Stanisław Szuro: Informator statystyczny do dziejów społeczno-gospodarczych Galicji. Koleje żelazne w Galicji w latach 1847–1914. In: Historia Iagellonica, Krakau, 1997, S. 201–206. ISBN 83-906446-1-4.
  3. Norbert Ziętal: Ogromne straty Przeworskiej Kolei Dojazdowej w Hadlach Szklarskich i Hadlach Kańczuckich. Czy uda się odbudować zabytek? In: nowiny24.pl. 30. Juni 2020, abgerufen am 3. Februar 2021 (polnisch).
  4. Janusz Motyka: Trzeba ratować zabytkową ciuchcię. nowiny24.pl, 27. März 2008. Abgerufen am 20. Juli 2020.

Koordinaten: 50° 3′ 59″ N, 22° 30′ 5″ O