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Das Schloss Lindenberg ist ein Herrenhaus im Ortsteil Lindenberg der Gemeinde Tauche in Brandenburg.

Schloss Lindenberg
Schloss Lindenberg

Schloss Lindenberg

Erhaltungszustand: wesentliche Teile erhalten
Ort: Lindenberg
Geographische Lage 52° 11′ 58″ N, 14° 6′ 55″ OKoordinaten: 52° 11′ 58″ N, 14° 6′ 55″ O
Schloss Lindenberg (Brandenburg)
Schloss Lindenberg

GeschichteBearbeiten

Das Schloss Lindenberg wurde vermutlich auf den Resten eines spätmittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet. Das Rittergut gehörte im 17. und 18. Jahrhundert den Familien von Beeß und von Kracht. Ein bekannter Vertreter der Familie von Kracht war der ehemalige Oberhauptmann der Festung Küstrin, Hildebrand von Kracht.

1903 wurde das Rittergut von Wilhelm Colsman (1877–1929) erworben, einem Spross der Unternehmerdynastie Colsman aus dem Bergischen Land. Er entwickelte hier neuartige landwirtschaftliche Verfahrensweisen (z. B. das Kraftstroh-Landverfahren) und machte sich im Ersten Weltkrieg um die staatlich organisierte Lebensmittelversorgung verdient. Colsman beauftragte 1910 den Berliner Landschaftsarchitekten Ludwig Lesser mit der Umgestaltung der Parkanlage.[1]

Der letzte Besitzer des Ritterguts vor der Enteignung war der weitläufig mit der Familie Colsman verwandte Kölner Bankier und spätere CDU-Politiker Robert Pferdmenges, der hier 1937 unter anderem auch Konrad Adenauer empfing.

Heute ist das Schloss Lindenberg nur noch teilweise bewohnt.

ArchitekturBearbeiten

Das Schloss Lindenberg ist ein barocker Zweiflügelbau. Aus dem Spätmittelalter sind noch ein Raum mit Mittelpfeilern und ein Treppenhaus erhalten. Paul Schmitthenner entwarf 1915 Leutehäuser für das zugehörige Rittergut.

LiteraturBearbeiten

  • Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e.V.: Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg. L&H Verlag, 2008.
  • Leopold Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Antiquariat „unter der muren“ (Hrsg.): Langenberger Kulturlexikon. (als „Arbeitspapier“ online; PDF mit 14 MB), S. 655.