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Schleifmitteldurchsetzte Borste, stark vergrößert

Als Schleifborste werden Schleifmitteldurchsetzte Nylonborsten als Besatzmaterial für Bürsten (Schleifnylonbürsten) bezeichnet. Als Schleifmittel wird Siliciumcarbid, Aluminiumoxid, Chromoxid, Diamant oder Zirkon verwendet.

Der Schleifeffekt ergibt sich durch die harten und scharfen Spitzen des Schleifmaterials, das im Nylon eingeschlossen ist. Bei der Bearbeitung von Werkstücken wird durch den Verschleiß des Nylons immer eine bestimmte Menge des Schleifmittels freigegeben.

Diese Eigenschaften befähigen Schleifnylonbürsten den Konturen eines Werkstückes zu folgen. Schleifnylon hält extremen Einsatzbedingungen stand, die sich bei starker Werkstückprofilierung, scharfen Kanten und an schwer zugänglichen Stellen ergeben können.

Kunststoffschleifbürsten werden im Metallbau für die Fertigbearbeitung von Bauteilen aus Edelstahl, zum Entgraten und zum Glätten von Oberflächen und Kanten verwendet.

Bei der Bearbeitung von weichen Materialien können sich durch die feineren Drähte von Bürsten aus metallischen Werkstoffen Riefen in der Oberfläche bilden. Bei der Verwendung von Bürsten mit Kunststoff-Schleifborsten ist diese Gefahr aufgrund der dickeren Borsten geringer.

Kunststoffschleifbürsten eignen sich gut zur Oberflächenbearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen, wenn eine splitterfreie und geglättete, aber lebendige und leicht strukturierte Oberfläche erwünscht ist.
Zum Aufarbeiten von Fachwerkbalken und anderen Holzteilen bei der Altbausanierung können mit Kunststoff-Schleifbürsten ausgestattete elektrische Polier- oder Satiniermaschinen verwendet werden.
Altes und verschmutztes Holz lässt sich mit Kunststoffbürsten problemlos reinigen und glätten, ohne dass es seine Patina verliert.