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Dieses (etwas unordentliche) Schlüsselbrett enthält eine Vielzahl unterschiedlicher Schlüssel und auch andere Gegenstände.

Ein Schlüsselbrett (gelegentlich auch: Schlüsseltafel) ist eine Wandtafel zumeist aus Holz, Kunststoff oder Metall. Zur übersichtlichen Aufbewahrung von Schlüsseln (oder auch anderer Gegenstände) enthält es eine oder mehrere Reihen von Haken oder einfach nur Nägeln oder Schrauben (Bild), an die die Schlüssel gehängt werden können.[1]

Neben der übersichtlichen Anordnung, die das Auffinden eines bestimmten Schlüssels erleichtert, ist ein weiterer Vorteil, dass auf einen Blick erkannt werden kann, ob alle Schlüssel vorhanden sind oder ob welche fehlen beziehungsweise in Gebrauch sind.

Werden, anders als beim Schlüsselbrett, Schlüssel nicht offen, sondern beispielsweise in einem abschließbaren Kasten verwahrt, dann spricht man von einem Schlüsselkasten oder einem Schlüsseldepot.

Inhaltsverzeichnis

SchlüsselraumBearbeiten

 
Solch große Schlüsselbretter befinden sich oft in einem separat gesicherten Schlüsselraum, hier der ehemaligen NATO-Bunkeranlage der Northern Army Group im niederländischen Cannerberg (bei Maastricht).

Fabrikhallen oder Bunkeranlagen, und auch große Kriegsschiffe, verfügen häufig über ein zumeist separat gesichertes Zimmer, genannt Schlüsselraum, in dem die für die Anlage benötigten einzelnen Schlüssel zentral aufbewahrt und sicher gehütet werden. Der Zugang zum Schlüsselraum unterliegt in der Regel einer strikten Kontrolle und ist nur einem limitierten Personenkreis gestattet, die über eine entsprechende Zugangsberechtigung verfügen müssen.

EisenbahnBearbeiten

Unter einfachen betrieblichen Verhältnissen, kann in Bahnhöfen zur Sicherung von Zugfahrten ein Schlüsselbrett verwendet werden. Dazu muss der Fahrdienstleiter vor Zulassung einer Zugfahrt prüfen, ob alle für die Fahrstraße benötigten Schlüssel am Schlüsselbrett hängen. Schlüsselbretter stellen daher eine nicht-technische Form der Schlüsselabhängigkeit dar. Spezielle Halterungen an den Schlüsselbretter sorgen dafür, dass nur die jeweils passenden Schlüssel an der richtigen Stelle aufgehängt werden können. Des Weiteren sind die Flächen hinter den Schlüsseln rot markiert, um einen fehlenden Schlüssel sofort erkennen zu können. Da bei Schlüsselbrettern keine technische Signalabhängigkeit besteht, wurden Schlüsselwerke entwickelt, um diesen Nachteil auszugleichen.[2][3]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schlüsselbrett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erläuterung im Duden zum Schlüsselbrett
  2. Victor von Röll: Weichenverschlußvorrichtungen. In: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. Band 10, 1912 (zeno.org).
  3. Ulrich Maschek: Sicherung des Schienenverkehrs. 3. überarb. u. erw. Aufl. Springer Vieweg, Dresden 2015, ISBN 978-3-658-10757-4.