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Als Schaltzyklus oder Schaltspiel wird in der Elektrotechnik der vollständige Wechsel eines Schaltzustandes bei einem elektrischen Schalter zurück zur Ausgangsstellung bezeichnet: von der Stellung Aus auf Ein zurück auf Aus bzw. von Ein auf Aus zurück auf Ein.

Die maximale Anzahl von Schaltzyklen bzw. Schaltspielen ist hierbei eine vom Hersteller statistisch ermittelte Größe. Angegeben wird hiermit die Anzahl von durchführbaren Schaltvorgängen unter Nennlast, bis der Verschleiß der Schaltkontakte soweit fortgeschritten ist, dass ein zuverlässiges Verbinden oder Trennen nicht mehr gewährleistet werden kann.

Eine Angabe der maximalen Anzahl von Schaltzyklen findet nur bei mechanischen Kontakten, wie bei Relais und Reed-Kontakten Verwendung. Bei Halbleitern ist die Anzahl von Schaltzyklen theoretisch unbegrenzt.

Schaltzyklus ist nicht mit der Schaltfrequenz zu verwechseln, die die Anzahl von ausführbaren Schaltvorgängen pro Zeitintervall angibt.

LiteraturBearbeiten

  • Theodor Schmelcher: Handbuch der Niederspannung, Projektierungshinweise für Schaltgeräte Schaltanlagen und Verteiler. 1. Auflage, Siemens Aktiengesellschaft (Abt. Verlag), Berlin und München, 1982, ISBN 3-8009-1358-5