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Satellit (Chromosom)

Endabschnitt am kurzen Schenkel eines Chromosoms

Der Begriff ist nicht mit Satelliten-DNA zu verwechseln.

In der Genetik und Cytologie bezeichnet der Begriff Satellit den Endabschnitt am kurzen Schenkel eines Chromosoms, der durch eine sekundäre Einschnürungsstelle vom Rest des Chromosoms abgegrenzt ist. Sie werden auch als SAT-Chromosomen bezeichnet. Bei einem kondensierten Chromosom zeigt sich neben der primären Einschnürung am Centromer also eine weitere Einschnürung, hinter der sichtbare DNA wie ein Satellit angehängt ist.

Die Einschnürungen, die den Satelliten bilden, können ribosomale DNA enthalten[1] und werden als Nukleolusorganisatorregion (NOR) bezeichnet.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. T. Schmidt, T. Schwarzacher & J. S. Heslop-Harrison: "Physical mapping of rRNA genes by fluorescent in-situ hybridization and structural analysis of 5S rRNA genes and intergenic spacer sequences in sugar beet (Beta vulgaris)" in: Theoretical and Applied Genetics Ausgabe 88, S. 629–636 (1994)