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Runenstein von Rogäsen

archäologische Stätte in Deutschland
Der Runenstein von Rogäsen

Der Runenstein von Rogäsen ist ein Runenstein beziehungsweise ein Inschriftenstein, der im 19. Jahrhundert in Rogäsen, welches seit 2001 zur Gemeinde Rosenau im Westen des Landes Brandenburg gehört, gefunden wurde. Der Stein steht im Kreismuseum Jerichower Land in Genthin in Sachsen-Anhalt.

GeschichteBearbeiten

 
Inschrift (retuschiert) in angenommener Ausrichtung

Am 21. August 1851 kam es in Rogäsen zu einem Brand, bei dem das Schulhaus, ein strohgedecktes Fachwerkhaus, abbrannte. Bei Aufräum- und Wiederaufbaumaßnahmen wenige Monate später wurde an der Grenze des Grundstücks der alten Schule ein großer Stein entdeckt, den man in das Fundament des Neubaus einarbeiten wollte. Man sprengte den Stein, um die Bruchstücke zu nutzen. Beim Abräumen der Teilstücke wurden jedoch auf der abgeflachten, zuvor im Boden liegenden Rückseite eingemeißelte runenartige Schriftzeichen entdeckt. Nach dem Zusammensetzen der Teilstücke des Steins hat dieser eine Höhe von 1,14 Meter und eine Breite von 0,86 Meter. Er wurde zunächst sichtbar in die Rampe zum Gutshaus Rogäsen eingearbeitet.

Die Zeichen sind in zwei Zeilen und bogenförmig in den Feldstein geritzt. Aufgrund der witterungsbedingten Gefährdung des Steins vermachte der Gutsherr Richard Graf von Wartensleben 1928 diesen dem Kreismuseum Jerichower Land in Genthin. Dort wurde er im Vorgarten unter einer Dachkonstruktion aufgestellt.

Beim Runenstein von Rogäsen handelt sich um den einzigen seiner Art in Norddeutschland. Bislang konnte weder die mutmaßliche Inschrift entschlüsselt noch der Stein datiert werden.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Informationstafel 5 Bunter Dörferweg

Koordinaten: 52° 24′ 13,1″ N, 12° 9′ 46,7″ O