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Blick von der Korte-Klippe in Essen, rechts die Ruhrhöhen, links das Bergische

Die Ruhrhöhen sind ein Höhenzug nördlich der unteren Ruhr. Sie stellen die westliche Verlängerung des Ardeygebirges und des Haarstrangs dar. Die Ruhrhöhen verlaufen in ost-westlicher Richtung über die Stadtgebiete von Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen und Bochum und bilden eine Wasserscheide zwischen der Ruhr und der Emscher. Zum Süden hin befinden sich, als Teile des rechtsrheinischen Schiefergebirges, das Märkische und das Bergische Land mit seinen Wäldern. Nach Norden hin fällt das Gelände zu den eiszeitlichen Lößflächen des Westenhellwegs als Teil der Westfälischen Bucht beziehungsweise des Norddeutschen Tieflands ab. Die Ruhrhöhen bieten einen Blick weit über das Ruhrgebiet.

Die Ruhrhöhen werden aus den Gesteinen des Karbons gebildet, dazu zählen Schichten von Tonschiefer, Steinkohle und Ruhrsandstein in wiederkehrender Abfolge. Sie entstanden als Sedimente vor etwa 290 Millionen Jahren im Namurium, einem Zeitabschnitt des Oberkarbon. Aufschlüsse wie der Steinbruch Klosterbusch oder der Geologische Garten Bochum zeigen die Folgen der Variskischen Faltung. Während der Kreidezeit bildeten die Höhen das Südufer eines tropischen Meeres, dessen Sedimente als Mergel das nach Norden hin abfallende Karbon heute überdecken.

Auf dem Rücken der Ruhrhöhen entstand vor einigen tausend Jahren der Westfälische Hellweg als Verbindung vom Niederrhein bis zum heutigen Corvey an der Weser. Zu den Ortsteilen und landschaftlichen Einheiten zählen Haarzopf, Essener Stadtwald, Eiberg, Höntrop, Linden, Weitmar mit dem Weitmarer Holz, Stiepel und Kalwes. Östlich des Kalwes begrenzt der Oelbach den Höhenzug nach Osten hin. Zu den markantesten Burgruinen zählen die Neue Isenburg nördlich des Baldeneysees, das bekannteste Herrenhaus ist die Villa Hügel in Essen.

Koordinaten: 51° 25′ 20″ N, 6° 57′ 35″ O