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Die beiden Rotgüldenseen sind zwei Gebirgsseen in der Hafnergruppe im Osten der Hohen Tauern, die durch ihre besondere Lage und Färbung unter Bergsteigern und Wanderern bekannt sind.

Oberer Rotgüldensee
Rotgüldenseen vom Großen Hafner.JPG
Die beiden Rotgüldenseen vom Großen Hafner aus gesehen
Geographische Lage Salzburg, Österreich
Daten
Koordinaten 47° 5′ 12″ N, 13° 24′ 6″ OKoordinaten: 47° 5′ 12″ N, 13° 24′ 6″ O
Rotgüldensee (Land Salzburg)
Rotgüldensee
Höhe über Meeresspiegel 1996 m ü. A.
Länge 240 m
Breite 240 m

Besonderheiten

Naturdenkmal

Unterer Rotgüldensee
Rotgueldensee-grHafner.jpg
Unterer Rotgüldensee mit Großem Hafner
Geographische Lage Salzburg, Österreich
Abfluss Rotgüldenseebach
Daten
Koordinaten 47° 5′ 43″ N, 13° 24′ 33″ O
Höhe über Meeresspiegel 1733 m ü. A.
Länge 1,3 km
Breite 460 m
Maximale Tiefe 75 m

Der kreisrunde obere See liegt auf einer Höhe von 1996 m ü. A. und wird von den Karen am Nordhang des Großen Hafner (3076 m) gespeist (Wildes-Wagendrischl- und Haderling-Kar). Zwischen den beiden Karen führt von der Wastelkar-Scharte (2720 m) ein Nord-Süd-Weitwanderweg herab, der das Drau- und Maltatal mit dem oberen Murtal verbindet. Der See ist als Naturdenkmal ausgewiesen.[1]

Unter dem Durchbruch zwischen quer liegenden Felsschwellen liegt der langgestreckte untere See auf einer Höhe von 1733 m ü. A. Er misst etwa 1,5 mal 0,5 km. An seinem Westufer führt der Steig vorbei.

Der (untere) Rotgüldensee wurde in den 1950er-Jahren zur Energiegewinnung aufgestaut (Fertigstellung 1956). Dabei wurden auch mehrere Bäche aus anderen Tälern durch Stollen in den See geleitet. In den 90er-Jahren wurde dann der Damm nochmals mehr als 10 Meter erhöht (Inbetriebnahme 1991), sodass der See nun das ganze Tal einnimmt. Bei der Begrünung der aus Steinen in unregelmäßigen Formen aufgeschütteten Staumauer wurden als Pilotprojekt neue Wege beschritten, indem die Vegetation in Bereichen, die vom vergrößerten See überflutet wurden, abgetragen und auf die Staumauer verpflanzt wurde, sodass sich die Staumauer nun relativ harmonisch in die Umgebung einpasst und den See fast wie einen natürlichen See aussehen lässt. Direkt am westlichen Ende des Staudamms liegt die im Zuge der Stauseeerweiterung zwischen 1992 und 1994 neu erbaute Rotgüldenseehütte (ÖAV).[2]

Derzeit (2007) ist eine Erhöhung der Staumauer oberhalb des Murfalls in Arbeit, was das ganze System zu einem Pumpspeicherwerk werden lässt.

Nach weiteren 3 Kilometern zwischen den äußerst steilen Hängen der „Seeleiten“ und der Plötsch mündet der Rotgüldenbach in die Mur, die etwas westlich im Murursprung der „Schmalzgrube“ entspringt und etwas unterhalb bei der Ortschaft Muhr den Murfall bildet.

Unterhalb des Rotgüldensees befinden sich historische Arsenbergwerke (Informationstafel am Weg).[3]

BilderBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rotgüldensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Oberer Rotgüldensee im Naturschutzbuch des Landes Salzburg
  2. Offizielle Webpräsenz der Rotgüldenseehütte, abgerufen am 28. Jänner 2018
  3. a b s. Lungauer Bergbaugeschichte http://www.taurachsoft.at/erzweg/frame.htm