UPM Hürth

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UPM Hürth in Hürth-Knapsack, geplant und gegründet 2001 und in Betrieb gegangen am 4. Juli 2002, produziert mit einer der modernsten Papiermaschinen der Welt Zeitungsdruckpapier aus Altpapier. Die Papiermaschine PM 1 von Voith hielt schon öfter den Geschwindigkeitsrekord für Zeitungsdruckmaschinen: 21. März 2003 1912 m/min.[1] Dieser konnte am 9. September 2010 bis zu 2020 m/min. für 24 Stunden gesteigert werden.[2] Die Jahreskapazität beträgt 310.000 Tonnen. Eine Erhöhung auf 360.000 ist genehmigt. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt 101.

Einfahrt Rhein Papier

FirmenstrukturBearbeiten

Das Unternehmen wurde als Produktionsstätte des finnischen Familienunternehmens Myllykoski als Rhein Papier GmbH gegründet. Im Dezember 2010 wurde Myllykoski und das Tochterunternehmen Rhein Papier vom finnischen Papier-, Holz und Bio-Unternehmen UPM-Kymmene übernommen.[3] Die Europäische Union stimmte dem im Juli 2011 ohne Auflagen zu.[4]

Das Besondere an UPM Hürth ist, dass das Unternehmen seinen Produktionsprozess mit anderen Firmen verknüpft hat. Die Logistik wird von dem Speditionsunternehmen PLI übernommen. Der deutsche Maschinenbaukonzern Voith zeichnet für die Instandhaltung verantwortlich. Die zur Papierherstellung notwendige Energie, u. a. Elektrizität für die Motoren und Prozessdampf für den Papiertrocknungsprozess, wird im direkt benachbarten Goldenberg-Kraftwerk erzeugt. Das Wasser kommt aus einem Tiefenbrunnen in Kierdorf, der auch die Anlagen des Kraftwerk Goldenberg versorgt. Die getrockneten Papier- und Deinkingschlämme werden thermisch recycelt. Seit September 2011 werden metallische Abfälle, insbesondere Heftklammern aus Zeitschriften, separiert und recycelt. Das Unternehmen ist bemüht, die Umweltbelastungen zu minimieren. So konnte der spezifische Energie- und Wasserverbrauch im Lauf der Jahre erheblich reduziert werden. Bei Kunden und Lieferanten setzt man so weit als möglich auf die Region.[5]

Das Tochterunternehmen firmiert immer noch als Rheinpapier.[6]

WeblinksBearbeiten

  • UPM Hürth. UPM, abgerufen am 18. Januar 2013 (Offizielle Website).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Voithpaper Presseerklärung 18/04 (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive) abgerufen im Oktober 2011
  2. Prof. Papermaking Mag. (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive) 8. November 2010; abgerufen im Oktober 2011
  3. Myllykoski owners signed agreement to sell Myllykoski and Rhein Papier to UPM. (Nicht mehr online verfügbar.) Myllykoski Corporation, 21. Dezember 2010, archiviert vom Original am 15. März 2011; abgerufen am 26. August 2013 (englisch): „Die Gesellschafter von Myllykoski unterzeichnen Vertrag zur Veräusserung von Myllykoski und Rhein Papier an UPM“
  4. Foo Yun Chee: EU clears Finnish deal for UPM to acquire Myllykoski. Reuters, 13. Juli 2011, abgerufen am 26. August 2013 (englisch).
  5. Aktualisierte Umwelterklärung 2010. (PDF) Rhein Papier GmbH, 29. März 2011, abgerufen am 25. Oktober 2012.
  6. Telefonbuch Hürth und Webseite bei Weblinks