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Rückentrage aus Württemberg, 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Eine Rückentrage ist eine Vorrichtung, mit der ein Mensch Waren oder landwirtschaftliche Produkte auf seinem Rücken transportieren kann.

Rückentragen waren ein wichtiges Transportmittel für Hausierer, Buckelkrämer und Kolporteure sowie in der Landwirtschaft. Beruflich waren unter anderem Uhrenträger und Glasträger auf Rückentragen angewiesen. In entwickelten Gesellschaften ist das Gerät heute nicht mehr bedeutend. Dort sind der vorwiegend für Freizeitzwecke genutzte Rucksack und der von Schülern genutzte Schulranzen gebräuchliche Vorrichtungen zum Transport auf dem Rücken. Auch spezielle Rückentragen zum Tragen von Babys, beispielsweise bei Wanderungen in den Bergen, werden heute noch genutzt.

Regional sind für bestimmte Typen von Rückentragen die Begriffe Kiepe (für einen auf dem Rücken getragenen Korb), Kötze und Reff gebräuchlich. Im Bairischen wird eine Rückentrage (inklusive Korb) Kraxe oder Buckelkraxe genannt, einer Kiepe entspricht die Kürbe.[1]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rückentrage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Commons: Kiepen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern, Heinrich Hugendubel Verlag/edition vulpes, Kreuzlingen/München/Regensburg, 2005, ISBN 3980702871, Stichwort Buckelkraxe, Kraxe und Kürbe