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Rös

Ortsteil der Stadt Herrieden
(Weitergeleitet von Rösmühle)

Rös ist ein Ortsteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Rös
Stadt Herrieden
Koordinaten: 49° 15′ 7″ N, 10° 33′ 16″ O
Höhe: 469 (458–469) m ü. NHN
Einwohner: 94 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91567
Vorwahl: 0981

GeografieBearbeiten

Durch das Dorf fließt der Rösgraben, der ein linker Zufluss des Schreinermühlbachs ist, der wiederum ein linker Zufluss der Altmühl ist, und es münden dort der Wiesengraben als linker und der Klingengraben als rechter Zufluss in den Rösgraben. Im Osten grenzt der Trüdinger Forst an, im Norden das Gemeindeholz. Im Nordwesten liegt das Flurgebiet Taubenloch, ca. 0,5 km im Westen das Geräusch.[2]

GeschichteBearbeiten

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1804) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:[3]

Rös, Weiler im Oberamte Ansbach von 10 Unterthanen, wovon einer Ansbachisch und zwey Creilsheimisch, die übrigen aber Eichstättisch sind. Einer derselben gehört zum Ober- und Stadtvogteyamte Wahrberg-Herrieden und die andern 6 zum Ober- und Vogteyamte Ahrberg-Eybburg.
Dieser 3 Viertelstunden östlich von Herrieden an dem Bache, der von Bernhardswinden herabkömmt, in einem Thale gelegene Weiler ist nach Rauenzell gepfarrt. Der dortige Zehnt gehört halb dem Bisthum Eichstätt und halb dem Pfarrer zu Sommersdorf.“

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rös mit der Rösmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rauenzell zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Rauenzell an. Am 1. Juli 1971 wurde Rös im Zuge der Gebietsreform nach Herrieden eingemeindet.

BaudenkmälerBearbeiten

  • Katholische Kapelle, kleiner Massivbau mit Satteldachabschluss, 19. Jahrhundert, zugleich Kriegergedächtnis 1914/18
  • Haus Nr. 25: Wegkreuz, gusseisernes Kruzifix auf Sandsteinsockel, drittes Drittel 19. Jahrhundert; 100 Meter nach dem Ortsausgang nach Seebronn
  • Bittelberg: Wegkreuz, Gusseisen vergoldet, Sandsteinsockel, zweite Hälfte 19. Jahrhundert; 100 Meter nach dem Ortsausgang Richtung Bernhardswinden

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Herrieden#Rös

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 71 92 86 73 96 86 107 125 119 98 94
Häuser[4] 14 19 18 20 19 20 24 27
Quelle [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [1]

ReligionBearbeiten

Der Ort war ursprünglich rein katholisch und nach Mariä Heimsuchung (Rauenzell) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach Sommersdorf gepfarrt und sind jetzt in die Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.

VerkehrBearbeiten

Die Kreisstraße AN 55/ANs 3 führt nach Rauenzell bzw. nach Bernhardswinden. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Seebronn.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 328 (Digitalisat).
  2. Rös im BayernAtlas
  3. J. K. Bundschuh, Bd. 4, Sp. 571.
  4. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840, 1852 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“.
  5. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 76 (Digitalisat). Rös: 65 Einwohner, 13 Feuerstellen; Rösmühle: 6 E., 1 F.
  6. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 161 (Digitalisat). Rös: 87 Einwohner, 18 Häuser; Rösmühle: 5 E., 1 H.
  7. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1025, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  8. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1191, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). Rös: 67 Einwohner; Rösmühle: 6 E.
  9. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1122 (Digitalisat).
  10. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1189 (Digitalisat).
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1227 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1058 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 170 (Digitalisat).