Rómulo Antonio Braschi

argentinischer Theologe
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Rómulo Antonio Braschi (* 25. Dezember 1941 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Bischof der Freikatholischen Kirche.

LebenBearbeiten

Braschi studierte katholische Theologie und wurde im August 1966 zum Priester geweiht. Er gehörte der Bewegung der Arbeiterpriester in Südamerika an und war Mitglied der Organisation Movimiento de Sacerdotes para el Tercer Mundo (MSTM). Enttäuscht vom Verhalten der Kirche während der Zeit der Diktatur in Argentinien distanzierte er sich von der Hierarchie der römisch-katholischen Kirche.

1975 gründete er in Buenos Aires eine vom Heiligen Stuhl unabhängige Kirche und zog sich somit die Tatstrafe der Exkommunikation zu. Es entstand die Freikatholische Kirche mit Sitz in München. Zum Bischof dieser Kirche wurde er durch Hilarios Ungerer geweiht. Auch führt Braschi seine – laut Notariatsakt[1] – am 30. Januar 1999 angeblich durchgeführte „sub conditione“ Bischofsweihe auf Jerónimo José Podestá zurück.[2]

2002 weihte Braschi in einem dem römisch-katholischen Kirchenrecht gemäß ungültigen Akt auf einem Schiff auf der Donau neun Frauen zu Priesterinnen. Zu diesen neun Frauen gehörten die römisch-katholischen deutschen Theologinnen Ida Raming, Christine Mayr-Lumetzberger, Adelinde Theresia Roitinger, Gisela Forster, Iris Müller, Pia Brunner und die US-amerikanische Theologin Dagmar Braun Celeste. Ihrem der Lehre und dem Recht der römisch-katholischen Kirche entgegenstehenden Akt zufolge wurden diese sechs Frauen am 21. Dezember 2002 exkommuniziert.[3][4] Die römisch-katholische Kirche bezeichnete die Weihe im Nachhinein als „absurdes Theater und ein Sektenspektakel“.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.virtuelle-dioezese.de/bischoefe.php
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 27. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ikvu.de
  3. 7 Tage mit Ida Raming, Die Zeit, 34/2002.
  4. Catholic women in unofficial ordination, BBC News, 29. Juni 2002.
  5. Augsburger Allgemeine, vom 1. Juli 2002