Ein Quertragwerk (Oberbegriff für Querjoche, Drahtjoche und Querfelder) ist eine technische Konstruktion zur Befestigung von Oberleitungen im Eisenbahnwesen. Kennzeichnend für Quertragwerke ist, dass sie mehr als ein Gleis überspannen und an zwei Masten aufgehängt sind.

Querjoch im Bahnhof Tägertschi

Die Bauform Querjoch besteht aus einer festen Konstruktion aus Walzeisen oder ähnlichen Profilen oder Gitterprofilen, an denen die weitere Oberleitungskonstruktion befestigt ist. Diese Bauform ist in der Schweiz weit verbreitet.

Die Bauform Querfeld mit Querseilaufhängung ersetzt die feste Walzeisenkonstruktion durch eine Kombination aus einem doppelt geführten Quertragseil, einem oberen und einem unteren Richtseil sowie mehreren Richtseilhängern, die für die Höhenstabilisierung des unteren Richtseils verantwortlich sind. Am unteren Richtseil ist die Oberleitung über eine Richtseilabstandösenklemme beweglich mit Rohrseitenhalter befestigt. (Zick-Zack)

Die Bauform Drahtjoch ist ein Querfeld bei dem ein mittleres Richtseil zusätzlich eingeführt ist, das eine andere Konstruktion der isolierten Halterung von nachgespannten Oberleitungstragseilen ermöglicht.

In Deutschland werden seit ca. 1990 Quertragwerke nur noch in Ausnahmefällen neu errichtet, da man die möglichen negativen Auswirkungen eines Fahrleitungsschadens auf alle durch ein gemeinsames Tragwerk verbundenen Oberleitungen mehr fürchtet als die höheren Baukosten durch Einzelmastkonstruktionen.