Prozessrechner

Prozessrechner sind Rechner, die durch folgende technische Spezifikationen gekennzeichnet sind:

  • Eingangssignale kommen ausschließlich oder überwiegend von Sensoren,
  • Ausgangssignale werden ausschließlich oder überwiegend über Aktoren ausgegeben,
  • lediglich die Programmierung erfolgt durch den Menschen, etwa durch Tastatureingaben
  • die Datenverarbeitung erfolgt in Echtzeit, angepasst an die Schnelligkeit des zugehörigen Prozesses, sodass die Reaktionen des Prozessrechners rechtzeitig erfolgen.

Dadurch unterscheiden Prozessrechner sich insbesondere von Arbeitsplatzrechnern, die ihre Eingaben vorwiegend über die Tastatur erhalten.

Typische Beispiele für Prozessrechnereinsätze sind:

Größe und Leistung von Prozessrechnern reichen vom vernetzten Großrechner bis zum Ein-Chip-Mikrocontroller. Besondere Bedingungen ergeben sich aus der Echtzeitanforderung, die Ausgangsdaten müssen für den laufenden Prozess rechtzeitig bereitstehen, sowie der Verlässlichkeit, da ein Rechnerabsturz etwa in einer großen technologischen Anlage weitaus größere Folgeschäden verursachen könnte als der Absturz eines Bürorechners.

LiteraturBearbeiten

  • Werner Kriesel, Hans Rohr, Andreas Koch: Geschichte und Zukunft der Mess- und Automatisierungstechnik. VDI-Verlag, Düsseldorf 1995, S. 115–127, ISBN 3-18-150047-X.