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Preußische EG 502 – EG 505 Halle
Preußische EG 505
Preußische EG 505
Nummerierung: WGL  10204 – WGL 10207
EG  502 – EG  505 Halle
DR: E 70 02 – E 70 05
Anzahl: 4
Hersteller: Mech. Teil: Hanomag
Elektrischer Teil:
AEG / FGL / BBC / SSW
Baujahr(e): 1911 / 1913 / 1911 /1912
Ausmusterung: 1930 / 1928 / 1930 / 1930
Achsformel: D
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 10.500 mm
Gesamtradstand: 4.800 mm
Dienstmasse: 66,0 / 64,6 / 60,1 / 66,8 t
Reibungsmasse: 66,0 / 64,6 / 60,1 / 66,8 t
Radsatzfahrmasse: 16,5 / 16,2 / 15,0 / 16,7 t
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Stundenleistung: 588 (38) / 588 (38)
441 (30) / 441 (40) kW (km/h)
Dauerleistung: 332 (_) / 441 (25)
367 (_) / 367 (50) kW (km/h)
Anfahrzugkraft: 167 / 88 / _ / 98 kN
Leistungskennziffer: 5,0 / 6,8 / 6,1 / 5,5 kW/t
Treibraddurchmesser: 1050 mm
Stromsystem: 15 kV 162/3 Hz
Stromübertragung: Scherenstromabnehmer für Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 1
Antrieb: Blindwelle / Stangenantrieb

Die EG 502 bis EG 505 Halle waren eine Reihe von vier Elektrolokomotiven die im Rahmen des Elektrifizierungsprogramms der Preußischen Staatseisenbahnen auf der Versuchsstrecke zwischen Dessau und Bitterfeld im Güterzugdienst erprobt werden sollten.

Ähnlich wie bei der Lokomotivserie Preußische ES 1 bis ES 3 war für die vier Maschinen EG 502 bis EG 505 die Fahrwerks-, Fahrgestell- und Aufbaukonstruktion seitens der Firma Hanomag, während der elektrische Teil, insbesondere der Motorantrieb und die elektrische Steuerung von jeweils einer anderen Firma gestellt wurde. Die letzteren waren hier die AEG, Felten & Guilleaume, BBC und die Siemens-Schuckert-Werke.

Nach umfangreichen und befriedigenden Versuchsfahrten – unter anderem mit der EG 505 speziell auch für einen vorgesehenen Stadtbahnbetrieb in Berlin – wurden die EG 502, 504 und 505 ab 1912 im regulären Bahndienst eingesetzt. Die EG 503 wurde von Felten & Guilleaume erst 1913 angeliefert, als Grund wird die zeitgleiche Übernahmeprozedur des damaligen F&G-Dynamowerk durch die AEG angegeben.

Preußische EG 502

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der elektrische Bahnbetrieb der Eisenbahndirektion Halle eingestellt. Die EG 502 und EG 505 wurden ab 1915 zum Bw Nieder-Salzbrunn für den Betrieb auf den schlesischen Bahnstrecken überstellt und kamen 1923 zur ED Halle zurück.

Für die zwischenzeitlich gestiegenen Anforderungen erwiesen sich die EG 502 – EG 505 nunmehr als zu schwach und wurden an die Reichsbahndirektion Karlsruhe zum Betrieb auf der Wiesen- und Wehratalbahn abgegeben.

LiteraturBearbeiten

  • Andreas Wagner: Lokomotiv Archiv Preußen. Bd. 4. Zahnrad-, Schmalspur-, Dampf- und Elektrolokomotiven/Triebwagen. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-573-8
  • Brian Rampp: Preußen-Report. Band 10. Elektrolokomotiven und Elektrotriebwagen. Hermann Merker Verlag, Fürstenfeldbruck, ISBN 3-89610-005-X, Seiten 43–44

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten