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Postisometrische Relaxation

Postisometrische Relaxation (PIR, Syn.: Muskelenergietechnik (MET), Neuromuskuläre Technik (NMT)) ist ein Begriff für das Phänomen, dass ein isometrisch angespannter Muskel (d. h. Anspannung ohne Veranlassung einer Bewegung, weil eine gleich große Kraft oder ein Widerstand der Muskelkraft entgegenwirkt) im Anschluss an die Anspannung kurzfristig weniger Grundspannung (Tonus) als zuvor aufweist. Dies wird in verschiedenen Schulen der Krankengymnastik, Manuellen Therapie, Osteopathie u. a. genutzt, um verspannte und funktionell verkürzte Muskeln zu lockern und zu dehnen.

Der Therapeut lässt hierzu den Patienten den zu dehnenden Muskel zunächst gegen einen Widerstand anspannen. Nach einigen Sekunden lässt der Patient locker. Im Anschluss daran kann der zuvor angespannte Muskel ohne großen Kraftaufwand oder gar Schmerzen gedehnt werden. Aus der neuen, etwas gedehnten Position wird das gleiche Vorgehen wiederholt und so Zug um Zug der Bewegungsspielraum des Muskels deutlich erweitert bzw. die Verspannung aufgehoben.

LiteraturBearbeiten