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Plesk ist eine Webserver-Distribution mit Konfigurationstool für Webhosting, welches vom Hersteller Plesk International GmbH (ehemals Parallels Inc.) sowohl für Unix als auch für Windows entwickelt wurde. Im März 2015 benannte Parallels den Serviceprovider-Geschäftsbereich in Odin um.[2]

Plesk

Plesk.png
Basisdaten

Entwickler Plesk International GmbH
Aktuelle Version 17.8.11 Update 68[1]
(17. September 2019)
Aktuelle Vorabversion Plesk Obsidian Preview
(8. Mai 2019)
Betriebssystem Linux, Unix, Windows
Kategorie Administrationswerkzeug
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
plesk.com

Dieses für Webhoster kostenpflichtige Produkt wird von verschiedenen Internetdienstanbietern eingesetzt. Nutzer können damit Server verwalten, ohne eingehende Kenntnisse über das Betriebssystem haben zu müssen, und es vereinfacht das Durchführen von komplexen Vorgängen, wie das Einrichten eines Mail- und Webservers für eine Domain. Ab Version 9 besteht die Möglichkeit bei Update/Installation zwischen Postfix und qmail zu wählen.

In Plesk stehen fünf Login-Rollen mit eigenen Rollen und Verantwortlichkeiten zur Verfügung:

  1. Administrator – Das höchste individuelle Server-Login, mit dem Web-Hosting-Administratoren alle Systemfunktionen einrichten und verwalten können. Mehrere Server können zentral mit dem Master-Level-Login von Plesk Expand verwaltet werden.
  2. Reseller – Die zweithöchste Login-Ebene, auf der die Benutzer vom Systemadministrator Rechte zur Domain-Erstellung erhalten.
  3. Kunde – Die dritthöchste Login-Ebene. Kunden können hier mit einem einzigen Login Gruppen von Domains administrieren.
  4. Domain-Besitzer – Dies sind Accounts von Domain-Besitzern auf der dritthöchsten Ebene mit vorgegebenen Berechtigungen und einer Benutzeroberfläche für die Administration einer einzelnen Domain.
  5. Mail-Benutzer – Dies ist der individuelle Mail-Account auf der vierthöchsten Ebene, mit dem der Benutzer sich in seine eigene Benutzeroberfläche einloggen und Passwörter, Spamfilter, Virenschutz-Einstellungen u. v. m. verwalten kann.

2015 gab es eine Firmenumstrukturierung. Infolgedessen wurde der bisherige Markenname Plesk durch Odin ersetzt. Als sich den Verkauf der Service-Provider Sparte Odin vom amerikanischen Softwarehersteller Ingram abzeichnete[3], wurde Plesk ausgegliedert und als Tochterunternehmen der Parallels Holding Inc. wieder als eigenständiges Unternehmen geführt.[4]

Die britische Oakley Capital Limited kaufte 2017 die Plesk Inc. von Parallels Inc.[5] und ist nun ein Tochterunternehmen der WebPros HoldCo B.V., die sich weiterhin im Besitzt der Oakley Capital Limited befindet.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Change Log for Plesk Onyx. (englisch, abgerufen am 19. September 2019).
  2. Parallels benennt Geschäftsbereich für Service Provider in „Odin“ um. Odin Service Provider Blog. 24. März 2015. Abgerufen am 16. November 2015.
  3. Plesk wird zu Odin - Webhosting, Server & Cloud Blog. 17. August 2016, archiviert vom Original am 17. August 2016; abgerufen am 17. August 2016.
  4. Parallels Holdings Limited gibt den Verkauf seiner Odin Service Automation Plattform an Ingram Micro bekannt. Verbleibende Geschäftsbereiche Plesk und Virtuozzo für Serviceanbieter werden in eigenständige Unternehmen aufgeteilt. 2. Dezember 2015, abgerufen am 30. August 2019 (Presseerklärung).
  5. Martin Schindler: Plesk und Parallels trennen sich. In: silicon.de. 5. Mai 2017, abgerufen am 30. August 2019.