Klassifikation nach ICD-10
I80 Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis
I82.1 Thrombophlebitis migrans
O08.7 Sonstige Venenkrankheiten als Komplikation nach Abort, Extrauteringravidität und Molenschwangerschaft
O22.2 Oberflächliche Thrombophlebitis in der Schwangerschaft
O87 Venenkrankheiten als Komplikation im Wochenbett
K75.1 Phlebitis der Pfortader
G08 Intrakranielle und intraspinale Phlebitis und Thrombophlebitis
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Als Phlebitis (von gr. ἡ φλέψ (hē phléps: die Ader)) (Mehrz.: Phlebitiden) wird seit dem 18. Jahrhundert[1] die Entzündung eines venösen Gefäßes bezeichnet.

SymptomeBearbeiten

Entzündungen der oberflächlichen Venen sind als schmerzhafte, hochrote und erwärmte Stränge sicht- und fühlbar. Oft besteht auch eine Schwellung. Da eine Phlebitis häufig eine Thrombose als Komplikation nach sich zieht, muss bei diesen Zeichen sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden. Eine gefürchtete Spätkomplikation der Thrombosen stellt das venöse Ulcus cruris dar.

LokalisationBearbeiten

  • an den Beinen, meist bei vorbestehenden Krampfadern (Varizen)
  • an den Armen, meist iatrogen durch Venenkanülen oder -katheter

UrsachenBearbeiten

  • Schlechte Ernährung, d. h. zu wenig Flüssigkeitsaufnahme und zu nährstoffarme Ernährung
  • bakterielle Ursache nach intravenöser Injektion oder Infusion

SonderformenBearbeiten

Phlebitiden nach Gabe von ChemotherapeutikaBearbeiten

Nach der Gabe von Chemotherapeutika wie Vinorelbin kann eine Phlebitis mit Bläschenbildung auftreten.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Phlebitis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. John Hunter: Treatise on the blood, inflammation, and gun-shot wounds. London 1794.
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