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Dame des Spätrokoko in Morgenkleidung mit pelzverbrämter Samtpelisse

Die Pelisse (altfrz. la pelice oder le peliçon „pelzgefüttertes Gewand“) war im Spätmittelalter ein von Männern und Frauen getragenes pelzverbrämtes oder pelzgefüttertes Ober- oder Übergewand. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Pelisse ein weiter, capeartiger Mantel oder Umhang aus Satin oder Samt, etwa knielang und mit Armschlitzen versehen.

Britischer Husar mit Dolman und darüber geworfener Pelisse, 1809

Im 19. Jahrhundert bezeichnet Pelisse unterschiedliche Formen langer, bis zu den Knöcheln reichender Damenmäntel mit hoher Empire-Taille und meist reichem (Posament-)Besatz, wodurch er Anklänge an die ungarische Nationaltracht aufweist. Es waren warme Mäntel für Herbst oder Winter, die häufig mit Pelz oder Spitze verbrämt waren. Oft blieb die Pelisse auch unter der Taille offen, wodurch das darunter getragene, hellere Kleid sichtbar war.

Das über dem Dolman der Husarenuniform getragene kurze, pelzverbrämte Cape wird in Frankreich auch Pelisse genannt. In Österreich-Ungarn nannte man diesen Überwurf Mente, in Deutschland hieß er Pelz.

LiteraturBearbeiten

  • Ingrid Loschek: Reclams Mode- und Kostümlexikon. 5. Aufl. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-010577-3, S. 391.
  • N. J. Stevenson: Die Geschichte der Mode. Stile, Trends und Stars. Haupt, Bern u. a. 2011, ISBN 978-3-258-60032-1, S. 18 f.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pelissen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien