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Die Parole ist ein militärisches Kennwort, das nur dem Kommandeur einer Abteilung bekannt gegeben wird, nicht aber den einfachen Soldaten. Bei Annäherung eines Truppenteils verlangt der Wachposten die Parole vom Kommandeur.

Andere Arten des militärischen KennwortsBearbeiten

Die Losung ist ein Kennwort, das zwischen zwei Truppenteilen ausgetauscht wird, wenn sie sich nachts begegnen. Als Losung dient oft ein Doppelwort.

Ebenfalls als Kennwort diente das sogenannte Feldgeschrei.[1] Im Gegensatz zu Parolen und Losungen war das Feldgeschrei jedem Soldaten bekannt und konnte daher auch von einzelnen Soldaten und kleinen Gruppen verlangt werden.[2]

WortherkunftBearbeiten

Parole wurde in der Bedeutung „Wort, Rede“ bereits im Mittelhochdeutschen aus dem Französischen entlehnt. Im 17. Jahrhundert kam es zu einer zweiten Entlehnung innerhalb der Militärsprache.[3] Französisch parole geht zurück auf lateinisch parabola und griechisch parabállein (siehe auch Parabel).[4]

Losung ist seit dem 15. Jahrhundert in diesem Sinne bezeugt.[5] Es ist eine Wortbildung zu Los und hatte im Mittelhochdeutschen noch die Bedeutung „Werfen von Losen“.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. Duden online: Feldgeschrei
  2. Feldgeschrei. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Band 6. Altenburg 1858, S. 170 (zeno.org).
  3. Duden «Etymologie» – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache. 2. Auflage, Dudenverlag, 1989
  4. Duden online: Parole und Parabel
  5. LOSUNG, f. das losen, mhd. lôჳunge. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).
  6. Duden online: Losung