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LebenBearbeiten

Sommer studierte am Polytechnikum Hannover und später am Polytechnikum Zürich, wo er Schüler von Gottfried Semper war. Nach einem längeren Aufenthalt in Florenz war er 1864/1865 Mitarbeiter von Friedrich Hitzig in Berlin. Ende 1865 übersiedelte er nach Frankfurt am Main. Ab 1869 leitete er dort gemeinsam mit Wilhelm Manchot die Architekturklasse der Städelschule. Er war Mitglied der Frankfurter Freimaurerloge Zur Einigkeit und entwarf die Baupläne für das bis heute bestehende Logenhaus der Loge in der Kaiserstraße.

Oskar Sommer war verheiratet mit Ernestine geb. Welb (1849–1896).

GrabBearbeiten

Beider letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Südfriedhof in Frankfurt.[1]

Das Grab steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Es handelt sich um eine ädikulaartige Sandsteinstele mit überreichem Reliefschmuck nach Vorbild der Renaissance, die auch seine architektonischen Entwürfe (u. a. Städel und Börse in Frankfurt am Main) prägten; im Zentrum befindet sich ein Porträtrelief. Der Entwurf des Grabmals von 1894 stammt von Friedrich Sander, das Medaillonrelief von Louise Schmick.[2]

WerkBearbeiten

Bauten und EntwürfeBearbeiten

SkulpturenBearbeiten

  • weißer Marmorengel auf dem Südfriedhof in Frankfurt am Main[8]

SchriftenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grablage: Gewann A, 310 u. 311. – Wegweiser zu den Grabstätten bekannter Persönlichkeiten auf Frankfurter Friedhöfen. Frankfurt am Main 1985, S. 58.
  2. Volker Rödel: Die Frankfurter Stadtteil-Friedhöfe. Henrich, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-921606-61-2 (Beiträge zum Denkmalschutz in Frankfurt am Main 16), S. 168
  3. a b Deutsche Bauzeitung, 20. Jahrgang 1886, Nr. 78 (vom 29. September 1886), S. 465.
  4. a b Bernd Altmann: „Mein Motto fürs Leben bleibt Renaissance“. Der Architekt Alfred Friedrich Bluntschli (1842–1930). Dissertation, Universität Trier, 2000. (mehrfache Erwähnung von Oskar Sommer im Zusammenhang verschiedener Architekturwettbewerbe im kommentierten Werkverzeichnis, online als PDF-Dokument mit ca. 2,82 MB)
  5. Ankauf des Entwurfs für die Museumsinsel, Im Centralblatt der Bauverwaltung, Nr. 15, 12. April 1884, S. 143., abgerufen am 27. Dezember 2012
  6. Sommer, Oskar. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 31: Siemering–Stephens. E. A. Seemann, Leipzig 1937, S. 271.
  7. Margarete Köhler, Hartmut Geißler: Die Familie von Erlanger. – online auf den Internetseiten des Historischen Vereins Ingelheim, zuletzt abgerufen am 1. Februar 2012
  8. Fritz Althammer (Text), Helga und Victor von Brauchitsch (Fotos): Zum Gedenken. Grabmale in Frankfurt am Main. Kramer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-7829-0354-4.